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SMS-Erinnerungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Cochrane

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind weltweit die führende Todesursache. In der Sekundärprävention ist die medikamentöse Therapie essenziell, jedoch bleibt die Medikamentenadhärenz der Betroffenen oft unzureichend.

Textnachrichten (SMS) über das Smartphone gelten als potenziell kostengünstige Methode, um an die Medikamenteneinnahme zu erinnern und Verhaltensänderungen zu fördern.

Ein aktueller Cochrane Review (2024) untersucht die Evidenz dieser Intervention. Ziel war es, den Effekt von Textnachrichten auf die Therapietreue und klinische Endpunkte im Vergleich zur Standardversorgung zu bewerten.

Empfehlungen

Der Review fasst die Ergebnisse von 18 randomisiert-kontrollierten Studien mit über 8000 Teilnehmenden zusammen. Es ergeben sich folgende zentrale Erkenntnisse:

Medikamentenadhärenz

Die Evidenz zur Medikamentenadhärenz wird als sehr unsicher eingestuft.

  • Zehn Studien zeigten einen positiven Effekt durch Textnachrichten

  • Acht Studien ergaben keinen Unterschied oder eine Verschlechterung

  • Aufgrund unterschiedlicher Messmethoden konnte kein gemeinsamer Effektschätzer berechnet werden

Klinische Endpunkte

Es wird berichtet, dass Textnachrichten wahrscheinlich wenig bis keinen Einfluss auf tödliche kardiovaskuläre Ereignisse haben (Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit).

Auch bei nicht-tödlichen oder kombinierten kardiovaskulären Ereignissen zeigte sich kein nachweisbarer Unterschied zur Standardversorgung.

Risikofaktoren

Die Intervention hat laut Meta-Analyse wenig bis keinen Effekt auf kardiovaskuläre Risikofaktoren.

Dies betrifft insbesondere den LDL-Cholesterinspiegel, den systolischen und diastolischen Blutdruck sowie die Herzfrequenz.

Übersicht der klinischen Endpunkte

Die Meta-Analyse vergleicht den Einsatz von Textnachrichten mit der Standardversorgung:

EndpunktEffekt durch TextnachrichtenVertrauenswürdigkeit (GRADE)
MedikamentenadhärenzUneinheitliche ErgebnisseSehr niedrig
Tödliche kardiovaskuläre EreignisseWenig bis kein Effekt (OR 0,83)Niedrig
LDL-CholesterinWenig bis kein Effekt (MD -1,79 mg/dL)Sehr niedrig
Systolischer BlutdruckWenig bis kein Effekt (MD -0,93 mmHg)Sehr niedrig
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💡Praxis-Tipp

Obwohl SMS-Erinnerungen intuitiv sinnvoll erscheinen, zeigt die aktuelle Evidenz keinen verlässlichen klinischen Nutzen für die Sekundärprävention. Es wird empfohlen, sich in der Praxis nicht allein auf digitale Erinnerungssysteme zu verlassen. Stattdessen sollten etablierte, multimodale Strategien zur Steigerung der Therapietreue genutzt werden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review ist die Evidenz hierfür sehr unsicher. Während einige Studien positive Effekte zeigen, finden andere keinen Unterschied zur Standardversorgung.

Die Meta-Analyse zeigt, dass Textnachrichten wahrscheinlich wenig bis keinen Einfluss auf tödliche oder nicht-tödliche kardiovaskuläre Ereignisse haben. Die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz ist jedoch niedrig.

Es wird berichtet, dass der Einsatz von Textnachrichten wenig bis keinen Effekt auf den LDL-Cholesterinspiegel, den Blutdruck oder die Herzfrequenz hat.

Die Autoren des Reviews bemängeln die niedrige methodische Qualität vieler Studien sowie die starke Heterogenität bei den Inhalten der Nachrichten. Zudem fehlen Langzeitdaten über 12 Monate hinaus.

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Quelle: Cochrane Review: Mobile phone text messaging for medication adherence in secondary prevention of cardiovascular disease (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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