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Krafttraining nach Schlaganfall: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Nach einem Schlaganfall leiden viele Betroffene unter verminderter Ausdauer und Muskelkraft. Dies schränkt die Bewegungsfähigkeit und die Bewältigung von Alltagsaktivitäten oft erheblich ein.

Ein aktueller Cochrane Review (2025) untersucht die Effekte von reinem Krafttraining auf die Rehabilitation. Die Meta-Analyse schließt 27 Studien mit über 1000 Teilnehmenden ein.

Die meisten untersuchten Personen befanden sich in der subakuten oder chronischen Phase nach dem Schlaganfall und waren noch gehfähig. Das Training umfasste meist Übungen mit Geräten oder dem eigenen Körpergewicht über einen Zeitraum von 2 bis 12 Wochen.

Empfehlungen

Der Review fasst die Evidenz zu den Auswirkungen von Krafttraining nach einem Schlaganfall wie folgt zusammen:

Sicherheit und Mortalität

  • Krafttraining erhöht laut Evidenz weder die Mortalität noch das Risiko für unerwünschte Ereignisse (hohe Vertrauenswürdigkeit).

  • Die Adhärenz der Teilnehmenden in den Studien war gut, und es traten keine ernsthaften Nebenwirkungen auf.

Körperliche Funktion und Fitness

  • Es wird eine Verbesserung der Muskelkraft in den betroffenen und nicht betroffenen Armen und Beinen beschrieben (moderate Vertrauenswürdigkeit).

  • Das Gleichgewicht verbessert sich durch die Intervention möglicherweise leicht (niedrige Vertrauenswürdigkeit).

  • Auf die komfortable Gehgeschwindigkeit hat reines Krafttraining wahrscheinlich keinen oder nur einen geringen Effekt.

Sekundärprävention und Lebensqualität

  • Die Datenlage zu den Auswirkungen auf allgemeine Behinderungen oder die Bewältigung des Alltags ist unzureichend.

  • Ob Krafttraining vor weiteren kardiovaskulären oder zerebrovaskulären Ereignissen schützt, kann aufgrund fehlender Daten nicht abschließend beurteilt werden.

  • Einzelne Daten deuten auf einen möglichen positiven Effekt auf depressive Symptome hin.

Übersicht der klinischen Endpunkte

EndpunktEffekt des KrafttrainingsVertrauenswürdigkeit (GRADE)
Mortalität / Unerwünschte EreignisseKein erhöhtes RisikoHoch
Muskelkraft (Arme und Beine)Wahrscheinliche VerbesserungModerat
Komfortable GehgeschwindigkeitKein oder kaum EffektModerat
GleichgewichtMögliche leichte VerbesserungNiedrig
Sekundäre Schlaganfälle / HerzinfarkteUnklare DatenlageSehr niedrig
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💡Praxis-Tipp

Es wird hervorgehoben, dass reines Krafttraining zwar die Muskelkraft steigert, sich aber nicht automatisch in einer höheren Gehgeschwindigkeit niederschlägt. Für eine Verbesserung des Gehens wird vermutet, dass die Übungen spezifischer auf diese Alltagsfunktion ausgerichtet sein müssen. Zudem gilt die Intervention als sicher und führt nicht zu einer erhöhten Rate an unerwünschten Ereignissen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review ist reines Krafttraining sicher und erhöht weder die Sterblichkeit noch das Risiko für unerwünschte Ereignisse. Die Studien zeigten eine gute Adhärenz ohne ernsthafte Nebenwirkungen.

Die Evidenz zeigt, dass reines Krafttraining wahrscheinlich keinen relevanten Effekt auf die komfortable Gehgeschwindigkeit hat. Dies liegt vermutlich daran, dass die Übungen nicht spezifisch genug auf den Vorgang des Gehens ausgerichtet sind.

Es wird eine Verbesserung der Muskelkraft sowohl in den betroffenen als auch in den nicht betroffenen Armen und Beinen beschrieben. Der Effekt ist auf der weniger betroffenen Seite oft am deutlichsten messbar.

Die aktuelle Datenlage reicht nicht aus, um zu beurteilen, ob Krafttraining das Risiko für sekundäre kardiovaskuläre oder zerebrovaskuläre Ereignisse senkt. Es sind weitere Langzeitstudien erforderlich, um diese Frage zu klären.

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Quelle: Cochrane Review: Resistance training for people with stroke (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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