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Psychosoziale Interventionen bei Dialyse: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Menschen mit terminaler Niereninsuffizienz, die mit einer Dialyse behandelt werden, leiden häufig unter Depressionen. Für diese Betroffenen haben Behandlungen, die depressive Symptome lindern, eine hohe klinische Priorität.

Psychosoziale Interventionen zielen darauf ab, psychische und soziale Aspekte der Erkrankung zu adressieren. Bisher bestand jedoch große Unsicherheit darüber, ob diese Maßnahmen bei Dialyse-Patienten wirksam sind.

Der vorliegende Cochrane Review aus dem Jahr 2019 wertet 33 Studien mit über 2000 Teilnehmern aus. Untersucht wurden unter anderem kognitive Verhaltenstherapie, Bewegungstraining, Entspannungsverfahren und Beratungsangebote.

Empfehlungen

Der Cochrane Review fasst die Evidenz zu verschiedenen psychosozialen Interventionen zusammen:

InterventionEffekt auf depressive SymptomeEvidenzgrad (GRADE)Effekt auf Lebensqualität
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)Wahrscheinliche ReduktionModeratWahrscheinliche Verbesserung
BewegungstrainingWahrscheinliche ReduktionModeratMögliche Verbesserung
EntspannungstechnikenWahrscheinliche ReduktionModeratKeine ausreichenden Daten
Beratungsangebote (Counselling)Mögliche geringfügige ReduktionNiedrigKeine ausreichenden Daten
Spirituelle PraktikenUngewisser EffektSehr niedrigKeine ausreichenden Daten

Kognitive Verhaltenstherapie und Sport

Laut Review verringert die kognitive Verhaltenstherapie wahrscheinlich depressive Symptome bei Dialyse-Patienten. Zudem wird eine moderate Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität beschrieben.

Auch körperliches Training und Entspannungstechniken führen wahrscheinlich zu einer Reduktion depressiver Symptome. Für das Bewegungstraining gibt es zudem Hinweise, dass es das Risiko für schwere Depressionen senken kann.

Weitere Verfahren

Beratungsmaßnahmen können depressive Symptome möglicherweise geringfügig lindern. Für andere Interventionen ist die Datenlage laut Review unzureichend.

Es besteht eine sehr hohe Unsicherheit bezüglich der Wirksamkeit von:

  • Spirituellen Praktiken

  • Akupressur

  • Telefonischer Unterstützung

  • Meditation

Unerwünschte Ereignisse und harte Endpunkte

Der Review betont, dass die Auswirkungen psychosozialer Behandlungen auf das Suizidrisiko, Krankenhauseinweisungen oder den Abbruch der Dialyse unklar sind. Auch das Auftreten unerwünschter Ereignisse durch die Interventionen ist aufgrund fehlender Daten sehr ungewiss.

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💡Praxis-Tipp

Der Review hebt hervor, dass die kognitive Verhaltenstherapie, Bewegungstraining und Entspannungsverfahren die vielversprechendsten Ansätze zur Linderung depressiver Symptome bei Dialyse-Patienten darstellen. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Studienlage zu harten Endpunkten wie Suizidalität oder Therapieabbrüchen unzureichend ist. Daher wird eine weiterhin engmaschige klinische Beobachtung dieser Risiken empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review reduzieren kognitive Verhaltenstherapie, Bewegungstraining und Entspannungstechniken wahrscheinlich depressive Symptome. Für die kognitive Verhaltenstherapie ist zudem eine verbesserte Lebensqualität belegt.

Der Review zeigt, dass Bewegungstraining depressive Symptome wahrscheinlich verringert. Zudem gibt es Hinweise, dass Sport das Risiko für schwere Depressionen senken kann.

Die aktuelle Evidenz reicht laut Review nicht aus, um die Wirksamkeit von Meditation, Akupressur oder spirituellen Praktiken zu beurteilen. Die Effekte dieser Interventionen sind derzeit ungewiss.

Der Review stellt fest, dass das Auftreten unerwünschter Ereignisse durch psychosoziale Interventionen sehr ungewiss ist. In den meisten Studien wurden mögliche Nebenwirkungen nicht systematisch erfasst.

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Quelle: Cochrane Review: Psychosocial interventions for preventing and treating depression in dialysis patients (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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