ADHS bei Kindern: Wirksamkeit von Omega-3 und PUFA
Hintergrund
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) bei Kindern und Jugendlichen ist durch Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität gekennzeichnet. Häufig eingesetzte Stimulanzien wie Methylphenidat und Amphetamin sind nicht immer wirksam und können Nebenwirkungen verursachen.
Klinische und biochemische Hinweise deuten darauf hin, dass ein Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren (PUFA), insbesondere Omega-3-Fettsäuren, mit ADHS in Verbindung stehen könnte. Studien zeigen bei betroffenen Kindern signifikant niedrigere PUFA-Konzentrationen im Blut.
Aus diesen Beobachtungen entstand die Hypothese, dass eine PUFA-Supplementierung die mit ADHS assoziierten Aufmerksamkeits- und Verhaltensprobleme reduzieren könnte. Ein aktueller Cochrane Review (2023) hat diese Fragestellung anhand von 37 Studien mit über 2374 Teilnehmern systematisch untersucht.
💡Praxis-Tipp
Obwohl Eltern häufig nach Omega-3-Fettsäuren als natürliche Alternative zu Stimulanzien fragen, belegt der Cochrane Review mit hoher Sicherheit, dass diese keinen signifikanten Effekt auf die Kernsymptome der ADHS haben. Es wird daher deutlich, dass eine PUFA-Supplementierung eine etablierte medikamentöse oder verhaltenstherapeutische Behandlung nicht ersetzen kann.
Häufig gestellte Fragen
Laut einem aktuellen Cochrane Review gibt es Evidenz von hoher Vertrauenswürdigkeit, dass mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA) keinen Effekt auf die von Eltern bewerteten Gesamt-ADHS-Symptome haben. Eine signifikante Besserung von Unaufmerksamkeit oder Hyperaktivität konnte nicht belegt werden.
Klinische Untersuchungen zeigen, dass Kinder und Jugendliche mit ADHS häufig signifikant niedrigere Konzentrationen an mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Blut aufweisen. Insbesondere die Spiegel von Omega-3-Fettsäuren sind laut Forschungsdaten oft vermindert.
Die Meta-Analyse zeigt mit moderater Sicherheit, dass sich die Nebenwirkungsrate bei der Einnahme von PUFA-Supplementen nicht von der einer Placebo-Gabe unterscheidet. Die Präparate gelten in den untersuchten Studien als gut verträglich.
Der Review liefert keine Evidenz dafür, dass PUFA eine wirksame Alternative zu etablierten Medikamenten wie Methylphenidat darstellen. Die Autoren stellen fest, dass die Fettsäuren keinen nachweisbaren Effekt auf die Kernsymptome der Erkrankung haben.
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Quelle: Cochrane Review: Polyunsaturated fatty acids (PUFA) for attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) in children and adolescents (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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