Neonatales Abstinenzsyndrom (NAS): Akupunktur-Evidenz
Hintergrund
Das neonatale Abstinenzsyndrom (NAS) tritt meist nach einer pränatalen Opioidexposition auf. Betroffene Neugeborene zeigen Entzugssymptome wie schrilles Schreien, Schlafstörungen und Tremor.
Die Diagnosestellung erfolgt über standardisierte Assessments wie den Finnegan-Score. Die Behandlung umfasst multimodale Ansätze wie Pucken, Rooming-in und Stillen sowie bei Überschreiten bestimmter Schwellenwerte eine medikamentöse Therapie mit oralen Opioiden.
Akupunktur, einschließlich Akupressur und Laserakupunktur, wird als mögliche ergänzende Intervention diskutiert. Der aktuelle Cochrane Review (2025) untersucht die Wirksamkeit und Sicherheit dieser Methoden zur Reduktion von Behandlungsdauer und Krankenhausaufenthalt bei NAS.
💡Praxis-Tipp
Der Review rät zur großen Zurückhaltung bei der Anwendung von Akupunktur beim neonatalen Abstinenzsyndrom. Trotz des Fehlens berichteter Nebenwirkungen in den bisherigen kleinen Studien existiert aktuell keine Evidenz, die einen routinemäßigen Einsatz in der klinischen Praxis rechtfertigt.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es aktuell keine ausreichende Evidenz, die einen Nutzen von Akupunktur beim NAS belegt. Die Datenlage ist zu gering, um eine Wirksamkeit zu bestätigen.
In den wenigen untersuchten Studien zu nicht-invasiven Verfahren (Laser und Akupressur) wurden keine unerwünschten Ereignisse berichtet. Der Review betont jedoch, dass die Stichprobengröße zu klein ist, um die Sicherheit abschließend zu beurteilen.
Die eingeschlossenen Studien untersuchten ausschließlich nicht-invasive Methoden. Dazu gehörten die tägliche Laserakupunktur an Ohr- und Körperpunkten sowie die Akupressur mittels Pflanzensamen am Ohr.
Die aktuelle Evidenz ist laut Review sehr unsicher bezüglich dieses Endpunkts. Es konnte nicht zuverlässig nachgewiesen werden, dass Akupunktur die Dauer der medikamentösen Behandlung verkürzt.
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Quelle: Cochrane Review: Acupuncture for neonatal abstinence syndrome in newborn infants (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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