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Ernährungstherapie nach Schlaganfall: Cochrane Review

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Schlaganfallpatienten leiden häufig unter funktionellen Einschränkungen, die ihren Alltag erheblich beeinträchtigen. Ein schlechter Ernährungszustand und Mangelernährung sind in dieser Patientengruppe weit verbreitet und können die funktionelle Erholung massiv behindern.

Aus diesem Grund stellt die Ernährungstherapie einen wichtigen Baustein in der Post-Schlaganfall-Versorgung dar. Ein aktueller Cochrane Review (2024) untersucht die Effekte verschiedener Ernährungsinterventionen auf die Reduktion von Behinderungen und die Verbesserung der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL).

Die Analyse umfasst 52 randomisiert-kontrollierte Studien mit knapp 12.000 Teilnehmern. Es wurden sowohl Patienten mit ischämischen als auch mit hämorrhagischen Schlaganfällen in verschiedenen Erkrankungsphasen eingeschlossen.

Empfehlungen

Die Analyse formuliert folgende zentrale Ergebnisse zur oralen Energie- und Proteinsupplementation:

Klinische Endpunkte

Laut Review zeigt sich keine Evidenz für einen Unterschied hinsichtlich der Reduktion von Behinderungen, gemessen an einem modifizierten Rankin-Scale (mRS) Score von 0 bis 2 (Evidenz von niedriger Vertrauenswürdigkeit).

Bezüglich der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) wird eine mögliche Verbesserung im FIM-Motor-Score beschrieben. Die Evidenz hierfür ist jedoch sehr unsicher.

Auch für eine mögliche Gewichtszunahme durch die Supplementation liegt laut den Autoren nur Evidenz von sehr niedriger Vertrauenswürdigkeit vor.

Mortalität und Komplikationen

Der Review findet keine Evidenz für einen Unterschied bei der Gesamtmortalität. Ebenso zeigt sich kein Unterschied bei der Inzidenz von Infektionen wie Pneumonien oder Harnwegsinfekten.

Die Autoren weisen jedoch auf ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Ereignisse unter der Intervention hin. Im Vergleich zur Standardversorgung traten folgende Komplikationen signifikant häufiger auf:

  • Diarrhö (Odds Ratio 4,29)

  • Hyperglykämie oder Hypoglykämie (Odds Ratio 15,6)

Übersicht der Endpunkte

EndpunktEffekt der SupplementationVertrauenswürdigkeit der Evidenz
Behinderung (mRS 0-2)Kein UnterschiedNiedrig
ADL (FIM-Motor-Score)Mögliche VerbesserungSehr niedrig
KörpergewichtMögliche ZunahmeSehr niedrig
GesamtmortalitätKein UnterschiedNiedrig
InfektionenKein UnterschiedSehr niedrig
DiarrhöErhöhtes RisikoNiedrig
BlutzuckerentgleisungenErhöhtes RisikoNiedrig
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💡Praxis-Tipp

Der Review warnt vor einem signifikant erhöhten Risiko für Diarrhö sowie Hyper- und Hypoglykämien bei der Gabe von oralen Energie- und Proteinsupplementen nach einem Schlaganfall. Es wird betont, dass der routinemäßige Einsatz dieser Präparate aufgrund der aktuell sehr unsicheren Evidenzlage bezüglich des klinischen Nutzens kritisch abgewogen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Review gibt es Hinweise auf eine mögliche Verbesserung der Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL). Die zugrundeliegende Evidenz wird jedoch als sehr unsicher eingestuft.

Die aktuelle Datenlage zeigt keine Evidenz für einen Unterschied in der Gesamtmortalität durch die Gabe von oralen Energie- und Proteinsupplementen.

Die Analyse beschreibt ein deutlich erhöhtes Risiko für das Auftreten von Diarrhö. Zudem wird eine erhöhte Inzidenz von Blutzuckerentgleisungen wie Hyperglykämie und Hypoglykämie beobachtet.

Der Review findet keine Evidenz für einen Unterschied bei der Inzidenz von Infektionen, einschließlich Pneumonien und Harnwegsinfekten, im Vergleich zur Standardversorgung.

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Quelle: Cochrane Review: Nutritional therapy for reducing disability and improving activities of daily living in people after stroke (Cochrane, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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