Mobilisation im Krankenhaus: ADL, Delir, Sturzrisiko

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Etwa 30 % der hospitalisierten älteren Menschen erleiden einen krankenhausbedingten Funktionsverlust. Dieser Mangel an körperlicher Aktivität kann zu Schwierigkeiten bei Alltagsaktivitäten und einer verminderten Lebensqualität nach der Entlassung führen.

Der vorliegende Cochrane Review (2022) untersucht den Nutzen und Schaden von Bewegungstherapien bei akut hospitalisierten medizinischen Patientinnen und Patienten ab 65 Jahren. Ausgeschlossen wurden Personen, die aus elektiven oder chirurgischen Gründen aufgenommen wurden.

Die untersuchten Interventionen umfassen rehabilitationsbezogene Aktivitäten, strukturierte Bewegungsprogramme sowie progressives Widerstandstraining. Diese wurden in den eingeschlossenen Studien mit der üblichen Standardversorgung oder einer Scheinintervention verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut dem Cochrane Review stellt die Sorge vor Stürzen keinen Grund dar, auf Bewegungstherapien bei älteren hospitalisierten Patienten zu verzichten. Die Daten zeigen, dass angeleitete körperliche Aktivität das Sturzrisiko im Krankenhaus nicht erhöht. Es wird vorgeschlagen, Mobilitätsinterventionen stets individuell an die aktuellen Fähigkeiten der Patienten anzupassen.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review führt Bewegungstherapie wahrscheinlich nicht zu mehr Stürzen während des Krankenhausaufenthalts. Die Evidenz hierfür wird als moderat eingestuft.

Die Meta-Analyse zeigt, dass Bewegungstherapien möglicherweise nur einen sehr geringen oder keinen klinisch bedeutsamen Effekt auf die Unabhängigkeit bei Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) haben. Die Vertrauenswürdigkeit dieser Evidenz ist jedoch niedrig.

Der Review kommt zu dem Schluss, dass die Wirkung von Bewegung auf die Inzidenz von Delirien sehr unsicher ist. Es konnte anhand der Daten kein eindeutiger präventiver Effekt nachgewiesen werden.

Die eingeschlossenen Studien untersuchten rehabilitationsbezogene Aktivitäten, strukturierte Übungsprogramme sowie progressives Widerstandstraining. Die Effekte unterschieden sich zwischen diesen Subgruppen laut Analyse nicht signifikant.

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Quelle: Cochrane Review: Exercise for acutely hospitalised older medical patients (Cochrane, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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