Lungenrekrutierungsmanöver: Evidenz bei Neugeborenen
Hintergrund
Früh- und Neugeborene mit Atemwegserkrankungen benötigen häufig eine Intubation und konventionelle mechanische Beatmung (CMV). Diese lebensrettende Maßnahme birgt jedoch das Risiko von Lungenschäden.
Bei Erwachsenen können Lungenrekrutierungsmanöver (LRM) die Inzidenz von Lungenschäden reduzieren sowie die Oxygenierung und Lungencompliance verbessern.
Für die Anwendung bei Neugeborenen ist die Evidenzlage laut einem aktuellen Cochrane Review jedoch stark limitiert. Es besteht kein Konsens darüber, ob LRM in dieser Patientengruppe angemessen oder wirksam sind.
💡Praxis-Tipp
Es wird darauf hingewiesen, dass die aktuelle Datenlage den routinemäßigen Einsatz von Lungenrekrutierungsmanövern bei beatmeten Neugeborenen nicht stützt. Zudem wird beschrieben, dass bestimmte Manöver, wie ein doppelter PEEP nach dem Absaugen, zu einem leichten Abfall des mittleren arteriellen Blutdrucks führen können.
Häufig gestellte Fragen
Laut dem Cochrane Review gibt es keine Evidenz dafür, dass Lungenrekrutierungsmanöver die Mortalität bis zur Krankenhausentlassung senken. Die Qualität der zugrundeliegenden Evidenz wird als niedrig eingestuft.
Die Meta-Analyse zeigte keinen signifikanten Unterschied in der Inzidenz der bronchopulmonalen Dysplasie im Vergleich zur Standardversorgung. Auch hier ist die Datenlage stark limitiert.
Es wird beschrieben, dass Rekrutierungsmanöver das endexspiratorische Lungenvolumen nach dem Absaugen leicht verbessern können. Ein Manöver mit doppeltem PEEP kann jedoch den mittleren arteriellen Blutdruck vorübergehend senken.
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Quelle: Cochrane Review: Lung recruitment manoeuvres for reducing mortality and respiratory morbidity in mechanically ventilated neonates (Cochrane, 2021). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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