Antikoagulation bei CIED: Fortführung vs. Unterbrechung
Hintergrund
Kardiale implantierbare elektronische Geräte (CIED) wie Herzschrittmacher oder Defibrillatoren erfordern einen chirurgischen Eingriff. Viele Betroffene nehmen aufgrund von Vorhofflimmern oder anderen Indikationen dauerhaft orale Antikoagulanzien ein.
Das perioperative Management dieser Blutverdünner stellt eine klinische Herausforderung dar. Es muss zwischen dem Risiko für thromboembolische Ereignisse und dem Risiko für perioperative Blutungen, insbesondere Taschenhämatome, abgewogen werden.
Ein aktueller Cochrane Review (2025) untersucht die Evidenz zu diesem Thema. Dabei wird die unterbrochene Antikoagulation (IAC) mit der ununterbrochenen Antikoagulation (UAC) unter Warfarin oder direkten oralen Antikoagulanzien (DOAK) verglichen.
💡Praxis-Tipp
Der Review warnt indirekt vor dem routinemäßigen Einsatz eines postoperativen Heparin-Bridgings bei der Unterbrechung von oralen Antikoagulanzien. Die verfügbare Evidenz deutet darauf hin, dass diese Praxis das Risiko für schwerwiegende Taschenhämatome signifikant erhöht, ohne einen klaren Nutzen zu bieten.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review gibt es keinen signifikanten Unterschied bei Komplikationen, unabhängig davon, ob DOAKs pausiert oder fortgeführt werden. Die Evidenzqualität ist jedoch niedrig, weshalb eine individuelle klinische Abwägung erforderlich bleibt.
Die Meta-Analyse zeigt, dass die Evidenz bezüglich des Risikos für Taschenhämatome bei fortgeführter versus unterbrochener Antikoagulation sehr unsicher ist. Es konnte kein eindeutiger Nachteil für eine der beiden Strategien belegt werden.
Der Review legt nahe, dass ein postoperatives Heparin-Bridging das Blutungsrisiko und die Rate an Taschenhämatomen erhöht. Es wird daher empfohlen, Strategien zu bevorzugen, die ohne ein solches Bridging auskommen.
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Quelle: Cochrane Review: Interrupted versus uninterrupted anticoagulation for cardiac rhythm management device insertion (Cochrane, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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