Atemmuskeltraining (IMT) bei COPD: Therapie & Reha
Hintergrund
Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist durch eine irreversible Atemwegsobstruktion gekennzeichnet. Zu den häufigsten klinischen Symptomen gehören Atemnot (Dyspnoe), chronischer Husten und eine eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit.
Das inspiratorische Atemmuskeltraining (IMT) zielt darauf ab, die Kraft und Ausdauer der Atemmuskulatur durch spezifische Atemübungen gegen einen Widerstand zu verbessern. Es wird häufig bei Personen mit Atemwegserkrankungen eingesetzt, um der durch Überblähung bedingten Schwäche des Zwerchfells entgegenzuwirken.
Dieser systematische Cochrane Review aus dem Jahr 2023 untersucht die Wirksamkeit des IMT bei COPD. Dabei wird das Training sowohl als alleinige Maßnahme als auch in Kombination mit einer pulmonalen Rehabilitation (PR) bewertet.
💡Praxis-Tipp
Laut Cochrane Review bietet das inspiratorische Atemmuskeltraining als Ergänzung zu einer umfassenden pulmonalen Rehabilitation keinen relevanten Zusatznutzen für COPD-Patienten. Es wird jedoch hervorgehoben, dass das IMT als alleinige Einstiegsintervention für Patienten sinnvoll sein kann, die aus logistischen, finanziellen oder gesundheitlichen Gründen nicht an einer regulären pulmonalen Rehabilitation teilnehmen können.
Häufig gestellte Fragen
Laut Cochrane Review verbessert ein isoliertes inspiratorisches Atemmuskeltraining die Atemnot wahrscheinlich. Wird das Training jedoch zusätzlich zu einer pulmonalen Rehabilitation durchgeführt, lässt sich kein weiterer klinisch relevanter Nutzen auf die Atemnot feststellen.
Der Review gibt an, dass der maximale statische inspiratorische Munddruck (PImax) die am häufigsten verwendete Methode zur Beurteilung der Zwerchfellkraft ist. Dieser Wert wird in Zentimeter Wassersäule (cmH2O) gemessen.
Das Training gilt laut Review als sehr sicher und die meisten Studien berichten über keine unerwünschten Ereignisse. Selten können vorübergehende, leichte Beschwerden wie Kopf-, Kiefer- oder Nackenschmerzen auftreten.
Der Review beschreibt hauptsächlich drei Kategorien von Geräten. Dazu gehören schwellenwertbasierte Trainingsgeräte (Threshold-Loading), passive und elektronische Strömungswiderstandsgeräte sowie isokapnische Hyperpnoe-Geräte.
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Quelle: Cochrane Review: Inspiratory muscle training, with or without concomitant pulmonary rehabilitation, for chronic obstructive pulmonary disease (COPD) (Cochrane, 2023). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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