Kognitives Training: Evidenz zur Demenzprävention

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der normale Alterungsprozess geht mit nicht-pathologischen kognitiven Veränderungen einher. Eine geringe kognitive Reserve und mangelnde geistige Stimulation sind jedoch mit einem erhöhten Demenzrisiko assoziiert.

Bereits Jahre bevor die Kriterien für eine leichte kognitive Beeinträchtigung erfüllt sind, lassen sich oft subtile kognitive Veränderungen feststellen. Geistige Aktivität im Erwachsenenalter kann die kognitive Reserve aufbauen und das Demenzrisiko senken.

Das mittlere Lebensalter (definiert als 40 bis 65 Jahre) gilt als potenziell geeigneter Zeitraum für kognitive Interventionen. Ziel ist es, die kognitive Funktion zu erhalten und den Beginn einer klinischen Demenz möglicherweise zu verzögern.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Beratung von gesunden Erwachsenen im mittleren Alter sollte beachtet werden, dass die aktuelle Evidenz für kommerzielle computergestützte Gehirntrainingsprogramme sehr schwach ist. Ein nachweisbarer präventiver Effekt auf die globale kognitive Funktion oder eine Demenzverhinderung lässt sich aus der aktuellen Studienlage nicht ableiten.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review gibt es derzeit keine ausreichende Evidenz, um diese Frage abschließend zu beantworten. Es fehlen qualitativ hochwertige Langzeitstudien, die einen präventiven Effekt auf eine spätere Demenzerkrankung belegen.

Das mittlere Lebensalter zwischen 40 und 65 Jahren wird in der Forschung als potenziell wichtiges Zeitfenster für Interventionen angesehen. In dieser Phase könnten Maßnahmen zum Aufbau der kognitiven Reserve besonders wirksam sein, auch wenn der klinische Nutzen von Computerprogrammen noch unklar ist.

Die analysierte Studie zeigte für das episodische Gedächtnis keinen relevanten Effekt durch das computergestützte Training. Beim Arbeitsgedächtnis zeigte sich sogar ein minimaler Vorteil für die Kontrollgruppe ohne spezifisches Training.

Die Auswertung ergab lediglich einen kleinen Vorteil für die Exekutivfunktionen bei den Teilnehmern des computergestützten Trainings. Die Evidenzqualität für dieses Ergebnis wird jedoch als niedrig eingestuft.

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Quelle: Cochrane Review: Computerised cognitive training for maintaining cognitive function in cognitively healthy people in midlife (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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