CochraneIa2019Psychiatrie

Chronische Depression: Erhaltungstherapie & Wirksamkeit

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Fortdauernde depressive Störungen (PDD) sind definiert als depressive Erkrankungen mit einer Krankheitsdauer von mindestens zwei Jahren. Dazu gehören Dysthymie, chronische Major Depression, rezidivierende Major Depression mit unvollständiger Remission und die doppelte Depression.

Obwohl PDD gut auf akute Interventionen ansprechen, bestehen hohe Raten an Rückfällen und Rezidiven. Aus diesem Grund sind langfristige Fortsetzungs- und Erhaltungstherapien von großer klinischer Bedeutung.

Eine Fortsetzungstherapie richtet sich an Personen, die aktuell remittiert sind oder auf eine vorherige Antidepressiva-Behandlung angesprochen haben. Eine Erhaltungstherapie wird während der Genesung angewendet, wenn die Remission bereits länger als sechs Monate andauert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Review weist darauf hin, dass die scheinbare Überlegenheit von Antidepressiva gegenüber Placebo in der Rückfallprävention bei strenger Betrachtung von Studien mit geringem Bias-Risiko nicht mehr signifikant ist. Es wird hervorgehoben, dass in der klinischen Praxis viele Betroffene ohnehin eine Kombinationstherapie bevorzugen, auch wenn die Evidenzlage hierfür noch lückenhaft ist. Zudem fehlen belastbare Daten zur optimalen Dauer einer Erhaltungstherapie, weshalb individuelle Verläufe engmaschig kontrolliert werden sollten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Cochrane Review liegt das Risiko für einen Rückfall unter Placebo bei 33,8 %. Unter einer fortgesetzten medikamentösen Therapie sinkt dieses Risiko auf 13,9 % (moderate Evidenzqualität).

Der Review kann keine abschließenden Empfehlungen zur optimalen Dauer der Medikamenteneinnahme geben. Es wird betont, dass in den meisten Studien keine ausreichenden Langzeit-Follow-up-Daten verfügbar waren.

Die analysierten Studien deuten darauf hin, dass eine fortgesetzte Psychotherapie nützlich sein könnte. Die Evidenzbasis ist laut Review jedoch aktuell zu klein und unsicher, um belastbare Schlüsse zu ziehen.

Der Review stellt fest, dass die Datenlage für den direkten Vergleich verschiedener Antidepressiva zu gering ist. Es können daher keine spezifischen Empfehlungen für bestimmte Wirkstoffe ausgesprochen werden.

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Quelle: Cochrane Review: Comparative effectiveness of continuation and maintenance treatments for persistent depressive disorder in adults (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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