Vorhofflimmern: Antiarrhythmika zur Rezidivprophylaxe
Hintergrund
Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung. Nach einer erfolgreichen Kardioversion und der Wiederherstellung des Sinusrhythmus kommt es häufig zu Rezidiven.
Zur Prävention dieser Rückfälle werden traditionell Antiarrhythmika eingesetzt. Der vorliegende Cochrane Review untersucht die Langzeiteffekte dieser Medikamente auf Mortalität, Schlaganfallrisiko, Nebenwirkungen und Rezidivraten.
Die Meta-Analyse umfasst 59 randomisiert-kontrollierte Studien mit fast 21.000 Patienten. Untersucht wurden unter anderem Sotalol, Amiodaron, Flecainid, Propafenon und Dronedaron.
💡Praxis-Tipp
Der Cochrane Review warnt ausdrücklich vor dem Einsatz von Sotalol zum Erhalt des Sinusrhythmus, da dies mit einer signifikant erhöhten Mortalität einhergeht. Zudem wird betont, dass Antiarrhythmika zwar Rezidive reduzieren, aber bei allen Wirkstoffen mit vermehrten proarrhythmischen Effekten und Therapieabbrüchen zu rechnen ist.
Häufig gestellte Fragen
Nein, laut dem Cochrane Review gibt es keine Evidenz für einen Überlebensvorteil. Im Gegenteil wird bei einigen Wirkstoffen wie Sotalol sogar eine signifikant erhöhte Mortalität beschrieben.
Obwohl die Medikamente das Risiko senken, kommt es laut der Meta-Analyse bei 43 bis 67 Prozent der behandelten Patienten dennoch zu einem Rezidiv des Vorhofflimmerns.
Die meisten Antiarrhythmika haben keinen nachweisbaren Effekt auf die Schlaganfallrate. Der Review erwähnt lediglich für Dronedaron eine mögliche Risikoreduktion, was jedoch primär auf die Daten einer einzelnen großen Studie zurückzuführen ist.
Die Analyse stellt fest, dass alle untersuchten Antiarrhythmika im Vergleich zu Placebo häufiger zu Therapieabbrüchen führen. Dies ist primär auf unerwünschte Nebenwirkungen und proarrhythmische Effekte zurückzuführen.
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Quelle: Cochrane Review: Antiarrhythmics for maintaining sinus rhythm after cardioversion of atrial fibrillation (Cochrane, 2019). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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