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Lennox-Gastaut-Syndrom Antiepileptika: Cochrane Review

Diese Leitlinie stammt aus 2021 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Cochrane (2021)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS) ist eine schwere, altersspezifische Form der Epilepsie, die meist vor dem achten Lebensjahr beginnt. Es ist durch verschiedene Anfallsarten, ein charakteristisches Elektroenzephalogramm (EEG) und eine hohe Therapieresistenz gekennzeichnet.

Häufig leiden Betroffene zusätzlich an Lern- und Verhaltensschwierigkeiten. Da die Anfälle schwer zu kontrollieren sind, kommt oft eine Polypharmazie zum Einsatz, bei der mehrere Antiepileptika gleichzeitig verabreicht werden.

Der vorliegende Cochrane Review (2021) analysiert elf randomisierte kontrollierte Studien mit insgesamt 1277 Teilnehmenden. Untersucht wird die Wirksamkeit und Verträglichkeit verschiedener Antiepileptika als Zusatztherapie, da derzeit keine Studien zur Monotherapie vorliegen.

Empfehlungen

Allgemeine Erkenntnisse zur Therapie

Laut dem Review gibt es derzeit keine Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien zur optimalen Monotherapie beim Lennox-Gastaut-Syndrom. Alle bewerteten Daten beziehen sich auf die Zusatztherapie (Add-on) zu einer bestehenden Medikation.

Es wird hervorgehoben, dass direkte Vergleichsstudien (Head-to-Head) zwischen verschiedenen Antiepileptika weitgehend fehlen.

Wirksamkeit der Zusatztherapien

Der Review identifiziert unterschiedliche Evidenzgrade für die Wirksamkeit der untersuchten Antiepileptika:

  • Für Lamotrigin und Rufinamid liegt eine hohe Vertrauenswürdigkeit der Evidenz vor, dass sie die Anzahl der Personen mit einer Anfallsreduktion von mindestens 50 % erhöhen.

  • Bei Topiramat zeigt sich eine niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz für eine Anfallsreduktion von mindestens 75 %.

  • Für Felbamat gibt es eine niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz bezüglich einer erreichten Anfallsfreiheit unter Studienbedingungen (EEG-Aufzeichnung).

Verträglichkeit und Studienabbrüche

Die Abbruchraten aufgrund unerwünschter Ereignisse variieren je nach Wirkstoff stark:

  • Bei Cannabidiol und Clobazam besteht eine hohe Vertrauenswürdigkeit der Evidenz, dass diese Medikamente im Vergleich zu Placebo häufiger zu Studienabbrüchen führen.

  • Lamotrigin könnte die Rate der Studienabbrüche im Vergleich zu Placebo sogar reduzieren (niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz).

  • Bei Rufinamid, Topiramat und Felbamat zeigt sich ein geringer oder kein Unterschied bei den Studienabbrüchen im Vergleich zu Placebo.

Übersicht der untersuchten Antiepileptika

Medikament (Zusatztherapie)Effekt auf GesamtanfälleStudienabbrüche durch NebenwirkungenEvidenzgrad (Wirksamkeit)
LamotriginErhöhte Rate an ≥ 50 % ReduktionMöglicherweise reduziertHoch
RufinamidErhöhte Rate an ≥ 50 % ReduktionGeringer/kein UnterschiedHoch
TopiramatMöglicherweise ≥ 75 % ReduktionGeringer/kein UnterschiedNiedrig
FelbamatMöglicherweise AnfallsfreiheitGeringer/kein UnterschiedNiedrig
CannabidiolUnzureichende Daten für alle AnfälleDeutlich erhöhtHoch (für Abbrüche)
ClobazamKeine Daten zur GesamtreduktionDeutlich erhöhtHoch (für Abbrüche)
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💡Praxis-Tipp

Der Review verdeutlicht, dass es keine ausreichende Evidenz für eine spezifische Monotherapie beim Lennox-Gastaut-Syndrom gibt. Bei der Auswahl einer Zusatztherapie wird darauf hingewiesen, dass Wirkstoffe wie Cannabidiol und Clobazam mit einer signifikant höheren Rate an therapieabbruchbedingten Nebenwirkungen assoziiert sind. Lamotrigin und Rufinamid weisen hingegen die robusteste Evidenz für eine messbare Anfallsreduktion auf.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem Cochrane Review weisen Lamotrigin und Rufinamid als Zusatztherapie die höchste Vertrauenswürdigkeit der Evidenz für eine Reduktion der Anfälle um mindestens 50 % auf. Für andere Medikamente ist die Evidenzlage bezüglich der Gesamtanfallsreduktion deutlich schwächer.

Der Review stellt fest, dass es derzeit keine randomisierten kontrollierten Studien gibt, die eine optimale Monotherapie belegen. Alle untersuchten Medikamente wurden ausschließlich als Zusatztherapie (Add-on) evaluiert.

Es liegt eine hohe Vertrauenswürdigkeit der Evidenz vor, dass eine Zusatztherapie mit Cannabidiol im Vergleich zu Placebo häufiger zu unerwünschten Ereignissen führt. Diese Nebenwirkungen resultieren signifikant öfter in einem vorzeitigen Studienabbruch.

Ja, die Daten zeigen mit hoher Sicherheit, dass die zusätzliche Gabe von Clobazam die Rate der Studienabbrüche aufgrund von Nebenwirkungen erhöht. Dies wird im Review als wichtiger Faktor für die Therapieplanung hervorgehoben.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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