Chronische KHK: Diagnostik und medikamentöse Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die klinisch relevante Manifestation der Atherosklerose an den Herzkranzgefäßen. Sie führt häufig zu einem Missverhältnis zwischen Sauerstoffbedarf und -angebot im Herzmuskel.

Die Erkrankung verläuft in der Regel progredient und ist mit einem erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko verbunden. Typischerweise manifestiert sie sich als Angina pectoris, kann aber auch asymptomatisch verlaufen.

Die vorliegende Leitlinie fokussiert sich auf das chronische Koronarsyndrom (CCS). Das akute Koronarsyndrom (ACS) ist explizit nicht Gegenstand dieses Dokuments.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird bei einer Vortestwahrscheinlichkeit von 15 bis 50 Prozent bevorzugt die CT-Koronarangiographie (CCTA) empfohlen, um unnötige invasive Eingriffe zu vermeiden. Zudem wird davor gewarnt, Simvastatin in einer Dosierung von 80 mg pro Tag zu verschreiben, da das Risiko für Myopathien deutlich erhöht ist. Bei gastrointestinalen Risiken unter ASS-Therapie wird die zusätzliche Gabe eines Protonenpumpenhemmers (PPI) angeraten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt auf der hausärztlichen Versorgungsebene den Marburger Herz-Score. Ein Wert von über 2 Punkten weist auf eine mittlere bis hohe Wahrscheinlichkeit für eine stenosierende KHK hin.

Als Standardtherapiedauer nach einer PCI wird eine duale Thrombozytenaggregationshemmung für 6 Monate empfohlen. Bei hohem Blutungsrisiko kann diese auf 1 bis 3 Monate verkürzt werden.

Laut der Zielwertstrategie wird empfohlen, den LDL-Cholesterinspiegel auf unter 55 mg/dl (1,4 mmol/l) zu senken. Alternativ sollte eine Reduktion des Ausgangswertes um mindestens 50 Prozent erreicht werden.

Die Leitlinie empfiehlt die Bypass-Operation besonders bei Patienten mit Diabetes mellitus und Mehrgefäßerkrankung. Auch bei einem hohen SYNTAX-Score (≥ 33) wird primär die operative Versorgung angeraten.

Zur reinen Diagnostik einer KHK ist das Belastungs-EKG laut Leitlinie nur sehr eingeschränkt geeignet. Es wird jedoch zur Bestimmung der maximalen Leistungsfähigkeit vor Beginn eines Trainingsprogramms empfohlen.

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Quelle: AWMF nvl-004: Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische KHK (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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