Cefuroxim: Dosierung (p.o./i.v.) und Indikationen
Hintergrund
Diese Zusammenfassung basiert auf dem pharmakologischen Kurzprofil der DrugBank-Datenbank zu Cefuroxim. Cefuroxim ist ein bakterizides Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine der zweiten Generation.
Es entfaltet seine Wirkung durch die Bindung an Penicillin-bindende Proteine (PBPs), wodurch die bakterielle Zellwandsynthese gehemmt wird. Im Vergleich zu Cephalosporinen der ersten Generation weist der Wirkstoff eine höhere Stabilität gegenüber häufigen Beta-Laktamasen auf.
Das Wirkspektrum umfasst eine gute Abdeckung grampositiver Erreger sowie eine moderate Wirksamkeit gegen gramnegative Bakterien. Oral wird es als Prodrug (Cefuroximaxetil) verabreicht.
Empfehlungen
Das DrugBank-Profil listet verschiedene klinische Anwendungsgebiete und pharmakologische Eigenschaften auf.
Indikationen
Laut Profil wird Cefuroxim für folgende Infektionen eingesetzt:
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Akute Otitis media
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Sinusitis
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Infektionen der tiefen Atemwege
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Harnwegsinfektionen
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Lyme-Borreliose (Frühstadium)
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Perioperative Prophylaxe (in der intravenösen Form)
Pharmakokinetik und Interaktionen
Die orale Bioverfügbarkeit von Cefuroximaxetil liegt bei 37 bis 52 Prozent und erhöht sich bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme. Die Halbwertszeit beträgt 1,2 Stunden, wobei die Ausscheidung zu 95 Prozent unverändert über die Nieren erfolgt. Eine Metabolisierung über das Cytochrom-P450-System (CYP) findet nicht statt.
Bei der Kombination mit anderen Medikamenten sind laut Profil folgende Interaktionen zu beachten:
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Probenecid: Führt zu erhöhten Cefuroxim-Spiegeln.
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Aminoglykoside: Zeigen eine synergistische Wirkung, erhöhen jedoch das Risiko für Nephrotoxizität.
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H2-Blocker und Protonenpumpeninhibitoren (PPI): Reduzieren die orale Absorption von Cefuroximaxetil.
Nebenwirkungen
Als mögliche unerwünschte Wirkungen werden Diarrhö, Übelkeit und Hautausschlag (Rash) genannt. Zudem wird auf das Risiko einer Clostridioides-difficile-Kolitis sowie auf mögliche Reaktionen an der Injektionsstelle bei intravenöser Gabe hingewiesen.
Dosierung
Das Profil gibt folgende Dosierungsrichtlinien für Cefuroxim an:
| Applikationsweg | Dosierung | Anwendungshinweise |
|---|---|---|
| Oral (p.o.) | 250-500 mg zweimal täglich (BID) | Einnahme mit Nahrung zur besseren Absorption |
| Intravenös (i.v.) | 750-1500 mg dreimal täglich (TID) | Keine spezifischen Angaben |
| Perioperativ | 1,5 g intravenös | Gabe vor dem Hautschnitt (pre-incision) |
Kontraindikationen
Laut DrugBank bestehen folgende Kontraindikationen für die Anwendung von Cefuroxim:
-
Bekannte Allergie gegen Cephalosporine
-
Schwere Penicillin-Anaphylaxie in der Anamnese (hier wird eine genaue Evaluation des Kreuzreaktivitätsrisikos gefordert)
💡Praxis-Tipp
Ein wichtiger klinischer Hinweis des Profils betrifft die gleichzeitige Gabe von Magensäureblockern. Es wird darauf hingewiesen, dass H2-Blocker und Protonenpumpeninhibitoren (PPI) die orale Absorption des Prodrugs Cefuroximaxetil reduzieren. Zudem wird betont, dass die orale Einnahme mit einer Mahlzeit erfolgen sollte, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern.
Häufig gestellte Fragen
Laut DrugBank-Profil beträgt die orale Dosierung 250 bis 500 mg zweimal täglich. Es wird darauf hingewiesen, dass die Einnahme zusammen mit Nahrung erfolgen sollte, um die Absorption zu verbessern.
Bei einer schweren Penicillin-Anaphylaxie in der Anamnese gilt Cefuroxim als kontraindiziert. Das Profil fordert in solchen Fällen eine genaue Evaluation des Risikos für eine Kreuzreaktivität.
Das Antibiotikum bietet laut Profil eine gute Abdeckung grampositiver Erreger. Gegenüber gramnegativen Bakterien wird eine moderate Wirksamkeit beschrieben.
Der Wirkstoff wird nicht über das Cytochrom-P450-System (CYP) metabolisiert. Die Ausscheidung erfolgt zu 95 Prozent in unveränderter Form über die Nieren.
Für die perioperative Prophylaxe gibt das Profil eine Dosis von 1,5 g intravenös an. Diese sollte vor dem Hautschnitt verabreicht werden.
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Quelle: DrugBank: Cefuroxime - Pharmacological Profile (DrugBank Open Data, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.
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