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Centers for Disease Control and PreventionNeurologie

Schlaganfall-Therapie: Leitlinie (CDC)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Centers for Disease Control and Prevention Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Bei Verdacht auf Schlaganfall sofort den Rettungsdienst rufen, da die Notfallversorgung bereits auf dem Weg ins Krankenhaus beginnt.
  • Bei einem ischämischen Schlaganfall verbessert eine Thrombolyse (tPA) innerhalb von 3 Stunden nach Symptombeginn die Prognose signifikant.
  • Das Risiko für ein Rezidiv ist hoch: Etwa 1 von 4 Überlebenden erleidet innerhalb von 5 Jahren einen weiteren Schlaganfall.
  • Die Rehabilitation (Logopädie, Physio- und Ergotherapie) sollte bereits 1 bis 2 Tage nach dem Ereignis im Krankenhaus beginnen.
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Hintergrund

Ein Schlaganfall entsteht durch eine Durchblutungsstörung oder Blutung im Gehirn, was zum Absterben von Hirngewebe führt. Es wird grundlegend zwischen zwei Hauptformen unterschieden:

Schlaganfall-TypUrsacheHäufigkeit
Ischämischer SchlaganfallBlutgerinnsel oder Plaques blockieren BlutgefäßeHäufigste Form
Hämorrhagischer SchlaganfallRuptur eines Blutgefäßes (z.B. durch Hypertonie oder Aneurysma)Seltener

Prähospitale Versorgung

Der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung ist der schnellstmögliche Transport in ein Krankenhaus.

  • Sofortige Alarmierung: Bei den ersten Symptomen umgehend den Rettungsdienst rufen.
  • Kein Eigentransport: Patienten dürfen nicht selbst fahren oder von Angehörigen gefahren werden.
  • Vorteile des Rettungsdienstes: Beginn der Notfallversorgung auf dem Weg, Transport in ein spezialisiertes Schlaganfallzentrum und Vorabinformation des Krankenhauses zur Vorbereitung.

Akuttherapie im Krankenhaus

Nach der Anamnese und Bildgebung zur Bestimmung der Schlaganfallart richtet sich die Therapie nach der zugrundeliegenden Pathologie:

TherapieansatzIndikationZeitfenster / Bemerkung
Thrombolyse (tPA)Ischämischer SchlaganfallInnerhalb von 3 Stunden nach Symptombeginn. Verbessert die Erholungschancen signifikant.
Blutverdünner & OPIschämischer SchlaganfallZur Entfernung des Gerinnsels oder medikamentösen Therapie.
Endovaskuläre EingriffeHämorrhagischer SchlaganfallReparatur von Schwachstellen im Blutgefäß.
Chirurgische EingriffeHämorrhagischer SchlaganfallZ.B. Setzen eines Metallclips bei rupturiertem Aneurysma.

Sekundärprävention

Patienten nach einem Schlaganfall haben ein sehr hohes Risiko für ein Rezidiv. Etwa 1 von 4 Überlebenden erleidet innerhalb von 5 Jahren einen weiteren Schlaganfall. Nach einer TIA (Transitorische Ischämische Attacke) liegt das Risiko innerhalb von 90 Tagen bei bis zu 17 %, wobei das Risiko in der ersten Woche am höchsten ist.

Folgende zugrundeliegende Ursachen müssen konsequent behandelt werden:

  • Herzerkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Vorhofflimmern
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Diabetes mellitus

Rehabilitation und Langzeitfolgen

Die Rehabilitation beginnt idealerweise bereits 1 bis 2 Tage nach dem Schlaganfall noch im Krankenhaus. Sie umfasst:

  • Logopädie: Bei Sprach- und Verständnisproblemen.
  • Physiotherapie: Zum Wiedererlernen von Bewegung und Koordination.
  • Ergotherapie: Zur Verbesserung von Alltagsaktivitäten (Essen, Anziehen, Lesen).

Mögliche Langzeitfolgen, die eine interdisziplinäre Betreuung erfordern, umfassen unter anderem Lähmungen, kognitive Einschränkungen, Schluckstörungen, Inkontinenz sowie Depressionen.

💡Praxis-Tipp

Klären Sie Patienten nach einer TIA zwingend über das hohe kurzfristige Rezidivrisiko auf (bis zu 17 % in 90 Tagen, Maximum in Woche 1) und leiten Sie umgehend eine konsequente Sekundärprävention ein.

Häufig gestellte Fragen

Bei einem ischämischen Schlaganfall sollte die Thrombolyse innerhalb von 3 Stunden nach Symptombeginn erfolgen.
Etwa 1 von 4 Überlebenden erleidet innerhalb von 5 Jahren einen erneuten Schlaganfall.
Die Rehabilitation sollte idealerweise bereits im Krankenhaus, oft innerhalb von 1 bis 2 Tagen nach dem Schlaganfall, beginnen.
Vor allem Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Vorhofflimmern, Hypercholesterinämie und Diabetes mellitus.

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