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Cancer Council Australia2026OnkologieDermatologieGeneral Practice

Keratinozyten-Karzinom: GP-Leitlinie (Cancer Council)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf Cancer Council Australia Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Sonnenschutzmaßnahmen werden ab einem UV-Index von 3 empfohlen; Nicotinamid kann bei Hochrisikopatienten ergänzend wirken.
  • Die chirurgische Exzision bietet die besten Heilungschancen und ist die Standardtherapie für unkomplizierte Tumore.
  • Bei Verdacht auf ein Melanom muss die Läsion mit 2 mm Sicherheitsabstand exzidiert oder der Patient sofort überwiesen werden.
  • Die Nachsorge erfordert mindestens eine jährliche, vollständige Hautuntersuchung, idealerweise mittels Dermatoskopie.
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Hintergrund

Das Keratinozyten-Karzinom (KC), früher als heller oder weißer Hautkrebs bezeichnet, umfasst das Basalzellkarzinom (BCC) und das kutane Plattenepithelkarzinom (cSCC). Hausärzte spielen eine zentrale Rolle bei der Prävention, Erkennung und Behandlung.

Risikofaktoren für ein KC:

  • Alter > 40 Jahre
  • Heller Hauttyp (Fitzpatrick I–III)
  • Chronische Immunsuppression (z. B. Organtransplantation, chronische lymphatische Leukämie)
  • Arsenexposition
  • Vorherige KCs oder multiple aktinische Läsionen

Prävention und Diagnostik

Sonnenschutz (Schatten, Kleidung, Sonnencreme) wird ab einem UV-Index von 3 empfohlen. Bei Hochrisikopatienten mit multiplen KCs in der Anamnese kann Nicotinamid eine sinnvolle Ergänzung sein.

Die Diagnostik stützt sich auf die Anamnese (nicht heilende, blutende, schmerzhafte oder indurierte Läsionen) und die klinische Untersuchung. Die Dermatoskopie verbessert die diagnostische Genauigkeit sowohl für KCs als auch für Melanome signifikant.

Therapie der Keratinozyten-Karzinome

Die chirurgische Exzision bietet die besten Heilungschancen. Kleine, unkomplizierte KCs sollten in Lokalanästhesie elliptisch exzidiert und direkt verschlossen werden.

TumortypTypische Klinik / LokalisationTherapieoptionen in der Hausarztpraxis
Superfizielles BCCStamm, Extremitäten; schuppig, erythematösExzision, Elektrodesikkation (<2 cm), Imiquimod 5%, Kryotherapie (<2 cm)
Noduläres BCCKopf, Hals; glänzend, perlmuttartigExzision, Elektrodesikkation (<2 cm)
Sklerosierendes BCCKopf, Hals; narbenähnlich, induriertExzision, Überweisung (Mohs-Chirurgie)
cSCCPapel, Knoten oder UlkusExzision, Überweisung (Radiotherapie)
Morbus Bowen (SCC in situ)Erythematöse Plaque, HyperkeratoseExzision, Fluorouracil 5%, Kryotherapie (<2 cm), Active Surveillance (<2 cm)

Kriterien für eine Überweisung

In folgenden Fällen sollte eine Überweisung an Spezialisten oder ein multidisziplinäres Team erfolgen:

  • Unsichere Diagnose oder Therapieplanung
  • Multiple oder sehr große Tumore (Graft/Flap nötig)
  • Schwierige Lokalisation (Lippen, Nase, Ohren, Augenlid, Kopfhaut)
  • Kosmetische Bedenken (z. B. Gesicht, Keloidrisiko)
  • Inkomplette Exzision oder Tumorrezidiv
  • Sklerosierendes BCC (besonders an Nase oder Nasolabialfalte)
  • cSCC mit tastbaren regionalen Lymphknoten oder schlechter Differenzierung
  • Immunsuppression
  • Fehlende Möglichkeit der regelmäßigen Nachsorge durch den Hausarzt

Nachsorge und Rezidivrisiko

Alle Patienten mit einem stattgehabten KC benötigen als Minimum eine jährliche Hautuntersuchung (bevorzugt mit Dermatoskopie). Es gibt keine standardisierten Protokolle; die Frequenz richtet sich nach dem individuellen Risiko.

Während BCC-Rezidive und Metastasierungen selten sind, steigt das Risiko beim cSCC unter folgenden Bedingungen: Tumordicke >2 mm, Invasion ins subkutane Fett, perineurale Invasion, Durchmesser >20 mm, Lokalisation an Schläfe, Ohr oder Lippe, schlechte Differenzierung sowie bei Immunsuppression.

💡Praxis-Tipp

Zögern Sie bei Läsionen mit Melanomverdacht nicht: Führen Sie umgehend eine Exzision mit 2 mm klinischem Sicherheitsabstand durch oder überweisen Sie den Patienten sofort für eine Zweitmeinung.

Häufig gestellte Fragen

Sonnenschutzmaßnahmen sollten ab einem UV-Index von 3 oder höher ergriffen werden.
Nicotinamid kann als Ergänzung zum Sonnenschutz bei Patienten mit multiplen Keratinozyten-Karzinomen in der Anamnese sinnvoll sein.
Als Minimum wird eine jährliche, vollständige Hautuntersuchung durch einen Arzt empfohlen, idealerweise unter Einsatz der Dermatoskopie.
Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem eine Tumordicke >2 mm, perineurale Invasion, ein Durchmesser >20 mm, Lokalisation an Schläfe, Ohr oder Lippe sowie Immunsuppression.

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