Asplenie und Hyposplenismus: PSS-Prophylaxe & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Onkopedia-Leitlinie behandelt das Management von Patienten mit Asplenie oder Hyposplenismus. Diese Zustände gehen mit einem lebenslang erhöhten Risiko für schwere Infektionen und thromboembolische Komplikationen einher.

Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die Postsplenektomie-Sepsis (PSS), die eine Letalität von bis zu 50 Prozent aufweist. Das höchste Risiko besteht in den ersten zwei bis drei Jahren nach dem Milzverlust.

Zu den häufigsten Erregern einer PSS zählen bekapselte Bakterien, allen voran Streptococcus pneumoniae. Auch nach Tierbissen oder Zeckenstichen besteht bei diesen Patienten ein erhöhtes Risiko für schwere Infektionsverläufe.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird der klinische Verlauf einer Postsplenektomie-Sepsis in Stunden und nicht in Tagen gemessen, weshalb bei asplenischen Patienten jede Fieberepisode als potenziell lebensbedrohlich eingestuft wird. Es wird betont, dass die sofortige empirische Antibiotikagabe, gegebenenfalls als Stand-by-Selbstmedikation durch den Patienten, noch vor dem Vorliegen von Untersuchungsergebnissen lebensrettend sein kann.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, Impfungen bei elektiven Eingriffen spätestens zwei Wochen vor der Splenektomie durchzuführen. Ist dies nicht möglich, sollte frühestens zwei Wochen nach der Operation geimpft werden.

Es wird eine Immunisierung gegen Pneumokokken, Meningokokken (Serotypen ACWY und B), Haemophilus influenzae Typ b sowie eine jährliche saisonale Influenza-Impfung empfohlen. Bei Pneumokokken wird ein sequenzielles Vorgehen angeraten.

Gemäß der Leitlinie sollte bei Kindern eine Antibiotikaprophylaxe immer für mindestens drei Jahre nach der Splenektomie beziehungsweise bis zum fünften Lebensjahr durchgeführt werden.

Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) ist laut Leitlinie mit Abstand der häufigste Erreger und für über 50 Prozent der Fälle verantwortlich. Auch Neisseria meningitidis und Haemophilus influenzae spielen eine wichtige Rolle.

Das Risiko für venöse Thromboembolien ist nach einer Milzentfernung etwa dreifach gegenüber der Normalbevölkerung erhöht. Besonders hoch ist das Risiko bei Patienten, deren Grunderkrankung mit einer intravaskulären Hämolyse einhergeht.

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Quelle: Asplenie und Hyposplenismus (früher: Prävention von Infektionen und Thrombosen nach Splenektomie oder funktioneller Asplenie) (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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