Arzneimittelinteraktionen Dermatika: Risikobewertung
Hintergrund
Die vorliegende Zusammenfassung basiert auf der Datenbank DDInter 2.0. Sie kategorisiert Arzneimittelwechselwirkungen (Drug-Drug Interactions) für verschiedene dermatologische und systemische Wirkstoffe.
Die Quelle teilt die Interaktionen in drei Schweregrade ein. Diese umfassen schwere (Major), moderate (Moderate) und leichte (Minor) Wechselwirkungen.
Ziel ist es, potenziell gefährliche Kombinationen im klinischen Alltag zu identifizieren. Die Daten dienen der Erhöhung der Arzneimitteltherapiesicherheit bei Polypharmazie.
Empfehlungen
Die DDInter 2.0 Datenbank listet zahlreiche Interaktionen auf. Im Folgenden werden die schwerwiegenden (Major) Wechselwirkungen für ausgewählte Wirkstoffe zusammengefasst.
Ethanol
Laut der Quelle bestehen schwere Interaktionen zwischen Ethanol und diversen Wirkstoffen. Dazu gehören unter anderem:
-
Paracetamol (Acetaminophen)
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Acitretin
-
Buprenorphin
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Disulfiram
-
Metformin
-
Morphin
Antimykotika (Fluconazol und Ketoconazol)
Für Fluconazol und Ketoconazol dokumentiert die Datenbank eine Vielzahl an schweren Wechselwirkungen. Es wird auf Interaktionen mit folgenden Substanzen hingewiesen:
-
Fentanyl und Alfentanil
-
Amiodaron
-
Atorvastatin und Simvastatin
-
Erythromycin
-
Haloperidol
Glukokortikoide (Dexamethason und Betamethason)
Die Quelle führt für Dexamethason und Betamethason ebenfalls schwere Interaktionen auf. Relevante Kombinationen umfassen:
-
Fentanyl
-
Adalimumab
-
Amiodaron
-
Ciprofloxacin und Levofloxacin
-
Lebendimpfstoffe (z. B. Rotavirus, Gelbfieber)
Makrolid-Antibiotika (Erythromycin)
Für Erythromycin werden laut Datenbank schwere Wechselwirkungen mit kardiologischen und neurologischen Medikamenten beschrieben. Dazu zählen:
-
Amiodaron und Diltiazem
-
Carbamazepin
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Citalopram
-
Colchicin
-
Rivaroxaban
Kontraindikationen
Die Datenbank stuft bestimmte Kombinationen als schwere Interaktionen (Major interactions) ein. Diese Kombinationen bergen ein hohes Risikopotenzial und erfordern besondere klinische Aufmerksamkeit.
| Wirkstoff 1 | Wirkstoff 2 | Schweregrad laut Quelle |
|---|---|---|
| Ethanol | Paracetamol | Major |
| Fluconazol | Fentanyl | Major |
| Dexamethason | Lebendimpfstoffe | Major |
| Erythromycin | Amiodaron | Major |
| Ketoconazol | Atorvastatin | Major |
💡Praxis-Tipp
Laut der Datenbank weisen systemische Antimykotika wie Ketoconazol und Fluconazol sowie Makrolide wie Erythromycin eine besonders hohe Anzahl an schweren Wechselwirkungen auf. Es wird nahegelegt, bei der Verordnung dieser Substanzklassen die Begleitmedikation routinemäßig auf Interaktionen zu prüfen.
Häufig gestellte Fragen
Laut DDInter 2.0 bestehen schwere Interaktionen unter anderem mit Paracetamol, Acitretin, Buprenorphin und Metformin. Es werden zudem zahlreiche moderate Wechselwirkungen gelistet.
Die Datenbank klassifiziert die gleichzeitige Anwendung von Dexamethason und diversen Lebendimpfstoffen als schwere Interaktion. Dazu zählen unter anderem Impfstoffe gegen Gelbfieber oder Rotaviren.
Die Quelle dokumentiert schwere Wechselwirkungen zwischen Erythromycin und Medikamenten wie Amiodaron, Diltiazem sowie Verapamil. Auch mit Rivaroxaban besteht eine schwere Interaktion.
Gemäß der Datenbank besteht zwischen Fluconazol (sowie Ketoconazol) und Atorvastatin eine schwere Wechselwirkung. Auch Simvastatin wird als schwere Interaktion gelistet.
Für Clotrimazol werden schwere Interaktionen mit Fentanyl, Amiodaron und Tacrolimus aufgeführt. Zudem listet die Quelle zahlreiche moderate Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen.
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Quelle: DDInter 2.0: Drug-Drug Interactions — ATC D (Dermatologicals) (DDInter, 2024). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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