Armparese nach Schlaganfall: Rehabilitation & Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Armparese ist eine häufige und einschränkende Folge nach einem Schlaganfall. Die Schwere der Lähmung bestimmt maßgeblich den Grad der langfristigen Behinderung und die Fähigkeit der Betroffenen, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen.

Die Ausprägung der Armparese zeigt oft eine bimodale Verteilung. Viele Patienten leiden entweder an einer sehr schweren Lähmung mit kaum vorhandener Willkürmotorik oder an einer leichten Parese, bei der der Arm zwar einsetzbar, aber in der Fein- und Zielmotorik ungeschickt ist.

Begleitsymptome wie Spastik, Sensibilitätsstörungen oder Schmerzsyndrome können die Funktion zusätzlich einschränken. Ziel der motorischen Rehabilitation ist es, funktionelle Defizite zu erfassen, alltagsrelevante Therapieziele zu definieren und durch gezielte, evidenzbasierte Trainingsmethoden die bestmögliche Wiederherstellung der Arm- und Handfunktion zu erreichen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie fördern Lagerungsorthesen und das Taping von Gelenken des schwer betroffenen Armes die aktive Funktionserholung nicht und sollten für dieses Ziel nicht eingesetzt werden. Sie können jedoch zur Prophylaxe und Behandlung von Schmerzen in den betroffenen Gelenken erwogen werden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt bei subakuten Patienten eine werktägliche Behandlungsintensität von mindestens 30 Minuten. Zur Wirkverstärkung kann ein spezifisches Armtraining von bis zu 2 bis 3 Stunden pro Tag erwogen werden.

Eine Überlegenheit des Bobath-Konzepts gegenüber anderen Therapieformen lässt sich aus der Evidenz nicht ableiten. Die Leitlinie spricht daher keine spezifische Empfehlung für klassische Therapieschulen wie Bobath oder PNF aus.

Es wird empfohlen, eine mehrwöchige Spiegeltherapie bei subakuten und chronischen Patienten mit mittelschweren bis schweren Armparesen einzusetzen. Sie kann auch zur Mitbehandlung neuropathischer Schmerzen beim komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS) angewendet werden.

Botulinumtoxin A wird primär empfohlen, wenn Spastik die Körperhygiene, das Kleiden oder die Lagerung beeinträchtigt oder Schmerzen verursacht. Zur reinen Förderung der aktiven Armmotorik wird es laut Leitlinie nicht grundständig empfohlen.

Die Constraint-Induced Movement Therapy (CIMT) beinhaltet ein intensives Training des betroffenen Armes bei gleichzeitiger Restriktion des gesunden Armes. Sie soll bei Patienten angewendet werden, die eine mäßige Parese mit teilweise erhaltener Handfunktion, aber einen fehlenden spontanen Armgebrauch im Alltag aufweisen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Rehabilitative Therapie bei Armparese nach Schlaganfall (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.