Anaphylaxie: Akuttherapie und Adrenalin-Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der AWMF behandelt die Akuttherapie und das Management der Anaphylaxie. Es handelt sich um eine akute, potenziell lebensbedrohliche systemische Reaktion, der meist eine immunologische Fehlsteuerung zugrunde liegt.

Bei Kindern sind Nahrungsmittel die häufigsten Auslöser schwerer Reaktionen. Bei Erwachsenen stehen Insektengifte und Arzneimittel im Vordergrund.

Pathophysiologisch spielen vor allem aus Mastzellen und basophilen Granulozyten freigesetzte Mediatoren wie Histamin eine zentrale Rolle. Risikofaktoren für schwere Verläufe umfassen unter anderem ein hohes Lebensalter, kardiovaskuläre Erkrankungen sowie ein schlecht eingestelltes Asthma bronchiale.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, lebensrettende Sofortmaßnahmen wie die intramuskuläre Adrenalingabe oder die Volumensubstitution durch die Gabe von Antihistaminika oder Glukokortikoiden zu verzögern. Es wird betont, dass Adrenalin bei nicht reanimationspflichtigen Personen primär intramuskulär in den Oberschenkel appliziert werden sollte, da die intravenöse Gabe ein erheblich höheres Risiko für schwere kardiale Nebenwirkungen wie Arrhythmien oder Myokardinfarkte birgt.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist die intravenöse Adrenalingabe Situationen mit Kreislaufstillstand oder drohender Dekompensation vorbehalten, wenn die intramuskuläre Gabe nicht ausreicht. Es wird eine strenge Überwachung von Blutdruck und Puls empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt eine gewichtsadaptierte Verordnung. Für Kinder zwischen 15 und 30 kg Körpergewicht wird in der Regel ein Autoinjektor mit 150 µg Adrenalin empfohlen, ab 30 kg ein Präparat mit 300 µg.

Es wird die forcierte Volumensubstitution mit balancierten Vollelektrolytlösungen empfohlen. Kolloidale Lösungen wie Gelatine oder HES sollen gemäß Leitlinie vermieden werden.

Die Leitlinie rät dazu, die Serumtryptase idealerweise ein bis drei Stunden nach dem Einsetzen der anaphylaktischen Symptome zu bestimmen. Dies dient der retrospektiven Diagnosesicherung, wobei normale Werte eine Anaphylaxie nicht ausschließen.

Die Verschreibung eines zweiten Autoinjektors wird unter anderem bei besonders schwerer Anaphylaxie in der Vorgeschichte, einem Körpergewicht über 100 kg oder bei unkontrolliertem Asthma bronchiale empfohlen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: Akuttherapie und Management der Anaphylaxie (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.