Akute GvHD: Diagnostik, Stadieneinteilung und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Onkopedia|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die akute Graft-versus-Host Erkrankung (aGvHD) ist eine systemische Entzündungsreaktion, die bei 30 bis 60 Prozent der Personen nach einer allogenen hämatopoetischen Stammzelltransplantation auftritt. Die Onkopedia-Leitlinie beschreibt, dass Spender-T-Zellen das Gewebe des Empfängers als fremd erkennen und schädigen.

Hauptsächlich sind die Organe Darm, Haut und Leber betroffen. Die Erkrankung trägt laut Leitlinie zu 15 bis 30 Prozent der Todesfälle nach einer Stammzelltransplantation bei.

Die Ausprägung und Prognose der aGvHD hängen maßgeblich von der medikamentösen Prophylaxe ab. Die Wahl der Medikamente orientiert sich an individuellen Risikofaktoren wie der HLA-Kompatibilität, dem Alter und dem Remissionsstand der Grunderkrankung.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, bei einem fehlenden Ansprechen auf die initiale Kortikosteroid-Therapie die Dosis auf über 2 mg/kg Körpergewicht zu eskalieren. Stattdessen wird empfohlen, das Steroid aufgrund des Nebenwirkungsprofils zügig zu reduzieren und zeitnah eine Zweitlinientherapie (wie Ruxolitinib) einzuleiten.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird eine Hautpflege ohne Urea (z.B. DAC-Basiscreme) sowie der Einsatz von topischen Steroiden empfohlen. Lokale Immunsuppressiva wie Tacrolimus sollten nur an speziellen Stellen wie dem Gesicht oder in Körperfalten angewendet werden.

Eine Biopsie wird empfohlen, wenn eine isolierte Erhöhung der Leberwerte vorliegt oder die initiale immunsuppressive Therapie zu keiner Besserung der Symptome führt. Sind andere Organe wie Haut oder Darm typisch betroffen, ist eine Biopsie zur Diagnosestellung oft nicht zwingend erforderlich.

Die Leitlinie betont den Ausschluss von bakteriellen und viralen Infektionen wie Clostridium difficile, Salmonellen, Noroviren oder CMV. Auch Nebenwirkungen einer Chemotherapie oder eine gastrointestinale Mycophenolat-Toxizität kommen als Ursache in Betracht.

Als Zweitlinientherapie bei fehlendem Ansprechen auf Kortikosteroide wird Ruxolitinib empfohlen. Bei Kontraindikationen kann laut Leitlinie auf die extrakorporale Photopherese (ECP) ausgewichen werden.

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Quelle: Graft-versus-Host Erkrankung, akut (Onkopedia). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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