Vitamin-D-Überdosierung: Hyperkalzämie und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnen vor den gesundheitlichen Risiken hochdosierter Vitamin-D-Präparate. Anlass ist unter anderem ein gemeldeter Fall von akutem Nierenversagen nach Anwendung des sogenannten Coimbra-Protokolls bei Multipler Sklerose.

Laut BfR ist eine tägliche Einnahme von hochdosierten Präparaten (50 bis 100 µg Cholecalciferol) aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nicht erforderlich. Eine tägliche Aufnahmemenge von 20 µg reicht aus, um den Bedarf bei 97,5 % der Bevölkerung zu decken.

Während eine Überdosierung durch körpereigene Produktion unter Sonnenlicht nicht möglich ist, bergen orale Hochdosen erhebliche Gefahren. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) definiert 100 µg pro Tag als tolerierbare obere Aufnahmemenge (UL) für Erwachsene.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird dringend darauf hingewiesen, dass exzessive Vitamin-D-Dosierungen, wie sie in alternativen Therapieschemata (z. B. Coimbra-Protokoll) propagiert werden, lebensgefährliche Hyperkalzämien und akutes Nierenversagen auslösen können. Die Publikation betont, dass bei einer langfristigen Einnahme von mehr als 4.000 IE (100 µg) pro Tag eine ärztliche Überwachung der 25-OH-D3- und Kalziumserumwerte erfolgen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Eine Intoxikation äußert sich durch eine Hyperkalzämie. Typische Symptome umfassen Müdigkeit, Muskelschwäche, Erbrechen, Verstopfung sowie Herzrhythmusstörungen und Nierenfunktionsstörungen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) gibt 100 µg (4.000 IE) als tolerierbare obere Aufnahmemenge (UL) für Erwachsene an. Eine tägliche Zufuhr von 20 µg reicht laut DGE aus, um den physiologischen Bedarf zu decken.

Das Coimbra-Protokoll ist ein alternatives Behandlungsschema, das extrem hohe Vitamin-D-Dosen (z. B. 60.000 IE/Tag) bei Autoimmunerkrankungen einsetzt. Die AkdÄ warnt vor diesem Vorgehen, da es zu schwerer Hyperkalzämie und akutem Nierenversagen führen kann.

Laut BfR ist eine Überdosierung durch die körpereigene Produktion unter Sonnenlicht nicht möglich. Exzessive UVB-Bestrahlung führt lediglich zu einem Abbau der Vorstufen in inaktive Fotoprodukte.

Das BfR verweist auf Studien, die eine U-förmige Korrelation zwischen dem Vitamin-D-Status und der Sterblichkeit zeigen. Demnach sind dauerhaft hohe Serumwerte (ab 75 nM) möglicherweise mit einer erhöhten Gesamt- und Herzkreislauf-Mortalität assoziiert.

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Quelle: AkdÄ: Vitamin D3-Überdosierung nach Anwendung exzessiver Dosen im Rahmen des Coimbra-Protokolls (AkdÄ, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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