Adipositas bei Kindern: Screening und Interventionen

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: USPSTF (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die USPSTF-Leitlinie (2017) befasst sich mit dem Screening auf Adipositas bei Kindern und Jugendlichen. In den USA sind etwa 17 Prozent der Zwei- bis Neunzehnjährigen von Adipositas betroffen, während fast 32 Prozent als übergewichtig oder adipös gelten.

Adipositas im Kindesalter ist mit zahlreichen Begleiterkrankungen assoziiert. Dazu gehören psychische Probleme, Asthma, obstruktive Schlafapnoe, orthopädische Beschwerden sowie kardiovaskuläre und metabolische Risiken wie Bluthochdruck und Insulinresistenz.

Zudem besteht ein hohes Risiko, dass das Übergewicht bis ins Erwachsenenalter bestehen bleibt und dort zu Folgeerkrankungen wie Typ-2-Diabetes führt. Betroffene leiden häufig auch unter Hänseleien und Mobbing.

Während sich die Gesamtrate stabilisiert hat, steigen die Prävalenzen bei bestimmten Gruppen wie afroamerikanischen Mädchen und hispanischen Jungen weiter an. Als Ursachen werden genetische sowie nicht-genetische Faktoren wie der sozioökonomische Status, zuckerhaltige Getränke, Fast Food und ein Fernseher im Schlafzimmer genannt.

Empfehlungen

Folgende Kernempfehlungen werden für die klinische Praxis formuliert:

Screening-Empfehlung

Es wird ein systematisches Screening auf Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 6 Jahren empfohlen (Empfehlungsgrad B). Die potenziellen Schäden durch diese Untersuchung werden als minimal eingestuft.

Intervention und Therapie

Wird eine Adipositas festgestellt, wird empfohlen, die Betroffenen an umfassende, intensive Verhaltensinterventionen zu überweisen oder diese direkt anzubieten.

Die Merkmale und die Evidenz dieser empfohlenen Interventionen stellen sich wie folgt dar:

InterventionsmerkmalBeschreibung / Evidenz
Art der InterventionUmfassender, intensiver verhaltenstherapeutischer Ansatz
IntensitätMindestens 26 Kontaktstunden
WirksamkeitVerbesserung des Gewichtsstatus für bis zu 12 Monate
RisikenGering bis nicht vorhanden

Für weniger intensive Maßnahmen liegt keine ausreichende Evidenz bezüglich der Wirksamkeit vor. Insgesamt ergibt sich ein moderater Nettonutzen für das Screening ab 6 Jahren in Kombination mit intensiven Verhaltensinterventionen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass Verhaltensinterventionen bei kindlicher Adipositas erst ab einer hohen Intensität von mindestens 26 Kontaktstunden eine nachweisbare und anhaltende Verbesserung des Gewichtsstatus erzielen.

Häufig gestellte Fragen

Ein systematisches Screening auf Adipositas wird bei Kindern und Jugendlichen ab einem Alter von 6 Jahren empfohlen.

Es wird die Teilnahme an umfassenden und intensiven Verhaltensinterventionen empfohlen. Diese sollten mindestens 26 Kontaktstunden umfassen, um wirksam zu sein.

Zu den möglichen Begleiterkrankungen zählen Asthma, obstruktive Schlafapnoe, orthopädische Probleme sowie kardiovaskuläre Risiken wie Bluthochdruck und Insulinresistenz. Zudem besteht ein hohes Risiko für eine Manifestation von Typ-2-Diabetes im Erwachsenenalter.

Neben genetischen Faktoren spielen sozioökonomische Aspekte eine wichtige Rolle. Auch der Konsum von zuckerhaltigen Getränken und Fast Food sowie ein Fernseher im Schlafzimmer werden als Risikofaktoren genannt.

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Quelle: Screening for Obesity in Children and Adolescents: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. (USPSTF, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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