Lipidstörungen bei Kindern: USPSTF-Screening-Leitlinie
📋Auf einen Blick
- •Fettstoffwechselstörungen bei Kindern können zu vorzeitigen kardiovaskulären Ereignissen im Erwachsenenalter führen.
- •Die USPSTF untersuchte den Nutzen und Schaden eines Screenings bei asymptomatischen Personen im Alter von 20 Jahren oder jünger.
- •Die aktuelle Evidenz ist unzureichend (I-Statement), um eine Empfehlung für oder gegen ein allgemeines Screening auszusprechen.
Hintergrund
Fettstoffwechselstörungen im Kindes- und Jugendalter können zu vorzeitigen kardiovaskulären Ereignissen (wie Myokardinfarkt und Schlaganfall) sowie zum Tod im Erwachsenenalter führen. Zu den primären Ursachen für abnorm hohe Lipidwerte bei Kindern zählen:
- Die familiäre Hypercholesterinämie
- Die multifaktorielle Dyslipidämie
Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat in einem systematischen Review evaluiert, inwiefern ein Screening auf diese Erkrankungen bei asymptomatischen Heranwachsenden nützlich oder schädlich ist.
Zielgruppe für das Screening
Die Untersuchung der USPSTF bezieht sich ausschließlich auf folgende Patientengruppe:
- Asymptomatische Kinder und Jugendliche im Alter von 20 Jahren oder jünger
- Keine bekannte Diagnose einer Fettstoffwechselstörung
Aktuelle Empfehlung der USPSTF
Die USPSTF kommt zu dem Schluss, dass die derzeitige Datenlage unzureichend ist, um das Verhältnis von Nutzen und Risiken eines Screenings auf Fettstoffwechselstörungen in dieser Altersgruppe abschließend zu beurteilen.
| Zielgruppe | Empfehlung zum Screening | Evidenzgrad |
|---|---|---|
| Asymptomatische Personen ≤ 20 Jahre ohne bekannte Lipidstörung | Aktuelle Evidenz ist unzureichend zur Abwägung von Nutzen und Schaden | I-Statement |
💡Praxis-Tipp
Beachten Sie, dass die USPSTF aufgrund unzureichender Evidenz (I-Statement) derzeit keine routinemäßige Empfehlung für oder gegen ein allgemeines Lipid-Screening bei asymptomatischen Patienten unter 21 Jahren ausspricht.