Zervixkarzinom: Prävention, HPV-Impfung und Screening

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Zervixkarzinom ist weltweit eine der häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen. In Deutschland stagnieren die Inzidenz- und Mortalitätsraten trotz etablierter Krebsfrüherkennungsuntersuchungen seit einigen Jahren.

Die Hauptursache für die Entstehung eines Zervixkarzinoms ist eine persistierende Infektion mit High-Risk-Humanen-Papillomviren (HR-HPV), insbesondere den Typen 16 und 18. Diese Viren sind für einen Großteil der hochgradigen zervikalen intraepithelialen Neoplasien (CIN) und invasiven Karzinome verantwortlich.

Die AWMF S3-Leitlinie bewertet die primäre und sekundäre Prävention neu. Ein besonderer Fokus liegt auf der Implementierung von HPV-basierten Screening-Verfahren und der Anpassung von Screening-Intervallen und Altersgrenzen.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie führt ein HPV-basiertes Screening bei Frauen unter 30 Jahren zu einer deutlichen Überdiagnostik von CIN 2-Läsionen, die in dieser Altersgruppe eine hohe Spontanremissionsrate aufweisen. Es wird daher dringend davon abgeraten, bei Frauen unter 30 Jahren ein primäres HPV-Screening durchzuführen. So lassen sich unnötige operative Eingriffe und daraus resultierende geburtshilfliche Risiken vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, dass alle Mädchen ab dem 9. Lebensjahr möglichst frühzeitig gegen HPV geimpft werden. Die Impfung sollte idealerweise vor dem ersten Geschlechtsverkehr abgeschlossen sein.

Für Frauen ab 35 Jahren wird laut Leitlinie alle 3 Jahre eine Kombinationsuntersuchung (Ko-Testung) aus einem HPV-Test und einer zytologischen Untersuchung empfohlen.

Bei einem Pap IIID1 (LSIL) wird eine Abklärung mittels High-Risk-HPV-Test nach 6 Monaten empfohlen. Fällt dieser Test positiv aus, sollte innerhalb von 3 Monaten eine Kolposkopie erfolgen.

Eine operative Therapie einer CIN 2/3 soll in der Schwangerschaft nicht erfolgen, wenn ein invasives Karzinom sicher ausgeschlossen wurde. Nur bei dringendem Verdacht auf ein invasives Karzinom besteht die Indikation zur histologischen Abklärung durch ein Exzisionsverfahren.

Es wird eine kombinierte Untersuchung aus HPV-Test und Zytologie nach 6, 12 und 24 Monaten empfohlen. Bei unauffälligen Befunden kann die Frau danach wieder an den regulären Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.

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Quelle: Prävention des Zervixkarzinoms (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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