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Trikuspidalinsuffizienz (TI): Diagnostik & Intervention

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Therapie von Patienten mit hochgradiger Trikuspidalklappeninsuffizienz (TI) stellt eine große klinische Herausforderung dar. Die Betroffenen sind häufig älter, weisen zahlreiche Komorbiditäten auf und leiden an fortgeschrittenen Rechtsherzerkrankungen.

Eine TI wird in primäre (organische) und sekundäre (funktionelle) Formen unterteilt, wobei die sekundäre Genese über 90 Prozent der Fälle ausmacht. Unbehandelt geht eine mittel- bis hochgradige TI mit einer erhöhten Morbidität und einer Mortalität von über 30 Prozent pro Jahr einher.

Aufgrund des hohen Operationsrisikos bei fortgeschrittenem rechtsventrikulärem Remodeling gewinnen kathetergestützte Verfahren zunehmend an Bedeutung. Das Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) fasst den aktuellen Stand der interventionellen Therapie zusammen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Fallstrick in der Diagnostik ist die Unterschätzung des pulmonalarteriellen Drucks in der Echokardiographie bei Vorliegen einer hochgradigen TI. Es wird nachdrücklich empfohlen, vor einer geplanten Intervention immer eine Rechtsherzkatheteruntersuchung durchzuführen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass ein leises oder fehlendes Systolikum eine relevante TI aufgrund der geringen Druckdifferenzen im kleinen Kreislauf nicht ausschließt.

Häufig gestellte Fragen

Neben der klassischen Einteilung in drei Grade etabliert sich laut Leitlinie zunehmend eine Erweiterung auf fünf Schweregrade. Diese umfassen geringgradig, mittelgradig, hochgradig, massiv und sintflutartig.

Ein operativer Eingriff wird empfohlen, bevor eine manifeste Rechtsherzinsuffizienz auftritt. Bei linksseitigen Klappenoperationen sollte eine begleitende hochgradige TI simultan mitbehandelt werden.

Ideale Kandidaten weisen eine sekundäre TI mit zentralem Jet und einer schmalen Koaptationslücke von unter 3 bis 4 mm auf. Eine zwingende Voraussetzung ist zudem eine sehr gute echokardiographische Darstellbarkeit der Klappensegel.

Transvalvuläre Sonden stellen per se keine Kontraindikation dar, sofern sie nicht signifikant mit den Klappensegeln interagieren. Bei sondeninduzierter TI sollte jedoch primär eine Umpositionierung der Sonde erwogen werden.

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Quelle: Trikuspidalklappeninsuffizienz DGK-Positionspapier (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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