Topische Therapie: Basistherapie, Rezeptur & Allergien

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die topische Therapie stellt eine Kernkompetenz der Dermatologie dar. Die vorliegende AWMF-Leitlinie behandelt den sachgerechten Gebrauch von Präparationen zur lokalen Anwendung auf der Haut, sogenannten Topika.

Der therapeutische Erfolg eines Topikums hängt maßgeblich von der Pharmakokinetik ab. Diese wird durch die Freisetzung des Wirkstoffs aus der Grundlage, das Eindringen in die Hautschichten und die Durchdringung des Hautorgans bestimmt.

Neben dem reinen Wirkstoff spielt die galenische Grundlage eine entscheidende Rolle. Sie dient nicht nur als Vehikel, sondern besitzt eine therapeutische Eigenwirkung, die den Heilungsverlauf durch Interaktion mit dem Stratum corneum wesentlich beeinflusst.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die unkritische Substitution von wirkstoffgleichen Topika durch die Apotheke im Rahmen der Aut-idem-Regelung. Da die galenische Grundlage maßgeblich die Bioverfügbarkeit und die therapeutische Eigenwirkung bestimmt, rät die Leitlinie von einem reinen Wirkstoff-Austausch ohne Beachtung des Vehikels ab. Es wird empfohlen, die Grundlage stets als aktiven und erfolgsbestimmenden Teil des Therapiekonzepts zu betrachten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Nutzung der sogenannten Finger Tip Unit (FTU). Eine FTU entspricht etwa 0,5 Gramm des Topikums und reicht für die Behandlung von zwei Handinnenflächen, was etwa 2 Prozent der Körperoberfläche entspricht.

Eine Rezeptur wird laut Leitlinie empfohlen, wenn kein passendes Fertigarzneimittel existiert oder bestimmte Inhaltsstoffe nicht vertragen werden. Sie wird hingegen nicht empfohlen, wenn ein therapeutisch vergleichbares und wirtschaftlicheres Fertigpräparat zur Verfügung steht.

Es wird empfohlen, bei einer sequenziellen Therapie mit zwei verschiedenen galenischen Systemen einen zeitlichen Abstand von mindestens 30 Minuten einzuhalten. Dies verhindert unerwünschte chemische oder galenische Interaktionen auf der Haut.

Die Leitlinie stuft Parabene als allergologisch unbedenklich ein, da die Sensibilisierungshäufigkeit bei unter einem Prozent liegt. Bei intakter Haut werden sie in der Regel problemlos vertragen, lediglich bei tiefgreifenden Defekten wie einem Ulcus cruris ist Vorsicht geboten.

Kindliche Haut weist eine erhöhte Permeabilität auf, weshalb mit höheren kutanen Maximalkonzentrationen zu rechnen ist. Es wird empfohlen, tendenziell geringere Ausgangskonzentrationen zu wählen und Substanzen wie Salizylsäure oder bestimmte Antibiotika nur sehr restriktiv einzusetzen.

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Quelle: Gebrauch von Präparationen zur lokalen Anwendung auf der Haut (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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