StatPearls2026

Vitiligo (Weißfleckenkrankheit): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Vitiligo ist eine erworbene Pigmentstörung, die durch den Verlust von Melanozyten in der Epidermis gekennzeichnet ist. Klinisch manifestiert sich die Erkrankung durch scharf begrenzte, weiße Makulae und Patches. Die Prävalenz liegt weltweit bei etwa 0,1 bis 2 Prozent, wobei der Häufigkeitsgipfel in der zweiten und dritten Lebensdekade auftritt.

Die genaue Ätiologie ist unbekannt, jedoch wird ein multifaktorielles Geschehen aus genetischen, autoimmunologischen und umweltbedingten Faktoren angenommen. Häufig besteht eine Assoziation mit anderen Autoimmunerkrankungen, insbesondere Schilddrüsenanomalien.

Die Erkrankung wird anhand ihres Verteilungsmusters in generalisierte, segmentale und lokalisierte Formen unterteilt. Der Verlauf ist oft unvorhersehbar und kann für Betroffene mit erheblichem psychologischem Leidensdruck sowie sozialer Stigmatisierung verbunden sein.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Therapie der Vitiligo:

Diagnostik und klinische Evaluation

Die Diagnose wird primär klinisch anhand des Erscheinungsbildes der depigmentierten Läsionen gestellt. Zur Abgrenzung von anderen Hypopigmentierungen wird der Einsatz einer Wood-Lampe empfohlen.

Eine Hautbiopsie ist laut Text nur in unklaren Fällen erforderlich. Histopathologisch zeigt sich ein vollständiger Verlust funktionierender Melanozyten, oft begleitet von perivaskulären lymphozytären Infiltraten an den Läsionsrändern.

Differentialdiagnosen

Zur Abgrenzung von anderen Hauterkrankungen beschreibt die Quelle folgende wichtige Differentialdiagnosen:

ErkrankungKlinische Merkmale
Pityriasis albaWeiße, hypopigmentierte, schuppige Makulae, oft bei Kindern (atopisches Spektrum)
Tinea versicolorBlasse, schuppige Makulae an Rücken/Brust, gelbe Fluoreszenz unter Wood-Lampe
Idiopathische guttate HypomelanoseKleine, asymptomatische perlweiße Makulae an lichtexponierten Arealen (meist ältere Patienten)
Naevus depigmentosusUmschriebene, segmentale hypopigmentierte Areale, die seit der Geburt bestehen
Halo-NaevusMelanozytärer Naevus, der von einem ovalen Depigmentierungshof umgeben ist

Topische und systemische Therapie

Für die medikamentöse Behandlung nennt die Quelle verschiedene Therapieoptionen:

  • Topische Kortikosteroide, Calcineurininhibitoren und Vitamin-D-Analoga als Basistherapie

  • Topisches Ruxolitinib (JAK-Inhibitor), welches sich in Studien als sehr wirksam erwiesen hat

  • Systemische Kortikosteroide in Kombination mit Tacrolimus, insbesondere bei therapieresistenter segmentaler Vitiligo

  • Afamelanotide und systemische JAK-Inhibitoren als aufkommende Therapieoptionen

Phototherapie

Die Phototherapie stellt eine effektive Behandlungsoption dar, die bei vielen Patienten mit früher Erkrankung eine Repigmentierung induziert.

Es wird primär Schmalband-UVB (NB-UVB) mit einer Wellenlänge von 311-312 nm für zwei bis drei Anwendungen pro Woche empfohlen. Diese Methode hat die Psoralen-Photochemotherapie (PUVA) aufgrund deren toxischer Nebenwirkungen weitgehend abgelöst.

Für begrenzte, stabile Vitiligo-Herde wird der Einsatz eines Excimer-Lasers beschrieben.

Chirurgische Interventionen

Chirurgische Verfahren sind laut Quelle auf spezifische Patientengruppen beschränkt. Sie eignen sich für Patienten mit:

  • Segmentaler oder lokalisierter Vitiligo mit geringer Flächenausdehnung

  • Läsionen in schwer repigmentierbaren Arealen (z. B. Haaransatz, Fingerrücken, Stirn, Knöchel)

  • Einer stabilen Erkrankungsphase ohne aktuelle Progression

Interdisziplinäre Betreuung

Aufgrund der Assoziation mit anderen Autoimmunerkrankungen und den psychosozialen Auswirkungen wird ein interdisziplinärer Ansatz betont. Die Quelle hebt die Bedeutung psychologischer Interventionen, wie der kognitiven Verhaltenstherapie, zur Verbesserung der Lebensqualität hervor.

Kontraindikationen

Es werden folgende Warnhinweise und unerwünschte Wirkungen im Rahmen der Therapie beschrieben:

  • Psoralen-Photochemotherapie (PUVA): Es wird vor phototoxischen Effekten, Übelkeit und einem erhöhten Hautkrebsrisiko gewarnt.

  • Schmalband-UVB (NB-UVB): Kurzfristig können Juckreiz, Brennen und Xerosis (trockene Haut) auftreten.

  • Topische Kortikosteroide: Bei längerer Anwendung wird vor dem Risiko einer Hautatrophie gewarnt.

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💡Praxis-Tipp

Bei der Untersuchung von Vitiligo-Patienten wird empfohlen, stets auf das Vorliegen weiterer Autoimmunerkrankungen, insbesondere Schilddrüsenanomalien, zu achten. Zudem wird betont, dass das Koebner-Phänomen bei 20 bis 60 Prozent der Patienten auftritt, weshalb neue Läsionen häufig an traumaexponierten Stellen wie Knien oder Ellenbogen entstehen.

Häufig gestellte Fragen

Die Diagnose wird in der Regel klinisch anhand des typischen Erscheinungsbildes der weißen Flecken gestellt. Laut StatPearls kann eine Wood-Lampe zur besseren Darstellung und Abgrenzung von anderen Erkrankungen herangezogen werden.

Die Leitlinie empfiehlt primär die Schmalband-UVB-Therapie (NB-UVB) mit 311-312 nm, die zwei- bis dreimal wöchentlich angewendet wird. Sie hat die ältere PUVA-Therapie aufgrund eines deutlich geringeren Nebenwirkungsprofils weitgehend abgelöst.

Chirurgische Eingriffe werden laut Quelle nur bei stabiler, segmentaler oder lokalisierter Vitiligo empfohlen, die auf kleine Areale begrenzt ist. Sie eignen sich besonders für Körperstellen, die auf medikamentöse Therapien schlecht ansprechen.

Es wird auf eine häufige Assoziation mit anderen Autoimmunerkrankungen hingewiesen. Am häufigsten werden dabei Schilddrüsenanomalien beobachtet.

Bei der langfristigen Anwendung topischer Steroide wird vor Hautatrophie gewarnt. Die ältere PUVA-Therapie birgt laut Text Risiken wie Phototoxizität und ein erhöhtes Hautkrebsrisiko, weshalb sie seltener eingesetzt wird.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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