StatPearls2026

Triplane-Fraktur am Sprunggelenk: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Triplane-Frakturen des oberen Sprunggelenks sind komplexe Salter-Harris-IV-Verletzungen, die typischerweise bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren auftreten. Sie entstehen in einer Übergangsphase, in der sich die Wachstumsfuge (Physe) des distalen Unterschenkels bereits teilweise verschlossen hat.

Der Verschluss der Wachstumsfuge verläuft in einem vorhersehbaren Muster, wobei sich der laterale Anteil zuletzt schließt. Daher sind laterale Triplane-Frakturen, die oft durch ein Supinations-Außenrotations-Trauma ausgelöst werden, am häufigsten.

Der Begriff „Triplane“ (Drei-Ebenen) bezieht sich auf die unterschiedlichen Ausrichtungen der Frakturlinien. Die Epiphyse frakturiert in der Sagittalebene, die Metaphyse in der Koronarebene und die Physe trennt sich in der Axialebene.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur Diagnostik und Behandlung:

Diagnostik

Es werden standardmäßig Röntgenaufnahmen in drei Ebenen (a.p., seitlich und Mortise-Aufnahme) empfohlen. Da im Röntgen oft nur einzelne Frakturlinien sichtbar sind, wird die Verletzung häufig unterschätzt.

Zusätzlich wird eine Computertomographie (CT) als entscheidendes Instrument zur Beurteilung des genauen Frakturmusters, des Dislokationsgrades und einer möglichen Gelenkstufe beschrieben. Laut Quelle ändert die CT-Bildgebung im Vergleich zum reinen Röntgen häufig die chirurgische Planung hinsichtlich Eintrittspunkt und Schraubenverlauf.

Therapie

Die Wahl der Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Dislokation und der Gelenkstufe im CT. Bei nicht oder minimal dislozierten Frakturen (unter 2 mm) wird eine konservative Therapie mit einem Oberschenkelgips empfohlen.

Das Repositionsmanöver für das klassische Frakturmuster erfolgt durch Innenrotation des Sprunggelenks. Im Anschluss wird ein Post-Repositions-CT zur Kontrolle der Gelenkstufe empfohlen.

Eine operative Versorgung wird in folgenden Fällen empfohlen:

  • Dislokation von mehr als 2 mm

  • Repositionsverlust während der konservativen Behandlung

Operative Technik

Die Fixation erfolgt typischerweise mit ein oder zwei Schrauben, die parallel zur Wachstumsfuge eingebracht werden. Es wird betont, dass die Kongruenz der Gelenkfläche zwingend wiederhergestellt werden muss, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Die Schrauben sollten möglichst senkrecht zu den Frakturlinien platziert werden, um die Kompression zu maximieren. Ob kanülierte oder nicht-kanülierte Schrauben verwendet werden, zeigt laut Quelle keinen signifikanten Unterschied im Outcome.

Klassifikation

Die Leitlinie unterteilt Triplane-Frakturen anhand der Fragmentanzahl und des Frakturmusters:

KlassifikationssystemKategorieBeschreibung
Nach Fragmenten2-PartFragment 1: anterolateral/posterior; Fragment 2: anteromedial
Nach Fragmenten3-PartAnterolaterale, posteriore und anteromediale Epiphyse getrennt
Nach Fragmenten4-PartTrümmerfraktur
Nach MusterLateralEpiphyse: sagittal, Metaphyse: koronar (häufigste Form)
Nach MusterMedialEpiphyse: koronar, Metaphyse: sagittal (selten)
IntramalleolärTyp IIntraartikulär, gewichtstragende Gelenkfläche betroffen
IntramalleolärTyp IIIntraartikulär, gewichtstragende Gelenkfläche nicht betroffen
IntramalleolärTyp IIIExtraartikulär
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💡Praxis-Tipp

Ein pädiatrisches Sprunggelenkstrauma sollte laut Quelle nicht vorschnell als einfache Bänderdehnung abgetan werden, da die Bänder oft stabiler sind als die Wachstumsfuge. Es wird geraten, bei scheinbaren Salter-Harris-II- oder -III-Frakturen der distalen Tibia die Röntgenbilder in zwei Ebenen genau zu prüfen, um eine komplexere Triplane-Fraktur nicht zu übersehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls treten diese Verletzungen bei Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren (Durchschnittsalter 13,5 Jahre) auf. Dies entspricht der Phase des unvollständigen Schlusses der Wachstumsfuge.

Die Quelle beschreibt die CT als unerlässlich, um das genaue Frakturmuster, den Dislokationsgrad und Gelenkstufen exakt zu beurteilen. Zudem beeinflusst das CT-Ergebnis maßgeblich die chirurgische Planung der Schraubenplatzierung.

Eine operative Fixation wird empfohlen, wenn die Frakturfragmente um mehr als 2 mm disloziert sind. Bei einer Dislokation von unter 2 mm kann eine konservative Behandlung im Gips erfolgen.

Das klassische Repositionsmanöver besteht aus einer Innenrotation des Sprunggelenks. Im Anschluss wird ein CT zur Überprüfung der Gelenkkongruenz empfohlen.

Zu den möglichen Komplikationen zählen Repositionsverlust, Pseudarthrose, Fehlstellung und anhaltende Schmerzen. In 7 bis 21 % der Fälle kommt es zu einer Schädigung oder einem vorzeitigen Verschluss der Wachstumsfuge.

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Quelle: StatPearls: Triplane Ankle Fracture (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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