StatPearls2026

Terazosin: Indikationen und Dosierung laut StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Terazosin ist ein langwirkender, selektiver Alpha-1-Adrenozeptor-Antagonist. Die StatPearls-Monographie beschreibt den Einsatz des Wirkstoffs bei verschiedenen urologischen und kardiovaskulären Indikationen.

Der primäre Wirkmechanismus beruht auf der kompetitiven Blockade postsynaptischer Alpha-1-Rezeptoren (insbesondere Alpha-1A). Dies führt zu einer Relaxation der glatten Muskulatur in den Arteriolen sowie im Bereich von Harnleiter, Blase und urethralem Sphinkter.

Ursprünglich wurde das Medikament zur Behandlung der essenziellen Hypertonie zugelassen. Später folgte die Zulassung für die Therapie von Beschwerden des unteren Harntrakts bei benigner Prostatahyperplasie (BPH).

Empfehlungen

Diagnostik und Voruntersuchungen

Laut Text wird empfohlen, vor Beginn einer Therapie bei vermuteter benigner Prostatahyperplasie ein Prostatakarzinom auszuschließen. Beide Erkrankungen können ähnliche Symptome verursachen und häufig koexistieren.

Überwachung der Therapie

Die Monographie gibt an, dass kein routinemäßiges Drug-Monitoring im Blut erforderlich ist. Es wird jedoch empfohlen, nach der ersten Dosis die orthostatischen Vitalparameter zu kontrollieren, um eine posturale Hypotension auszuschließen.

Bei der Behandlung einer Hypertonie sollte der orthostatische Blutdruck während der Titrationsphase regelmäßig überprüft werden. Bei BPH erfolgt die Wirksamkeitskontrolle über die standardisierte klinische Beurteilung der Symptome.

Perioperatives Management

Bei Personen, die sich einer Katarakt-Operation unterziehen, wird auf das Risiko eines intraoperativen Floppy-Iris-Syndroms (IFIS) hingewiesen.

Laut Text bringt ein Absetzen von Terazosin vor der Operation keinen Nutzen. Stattdessen wird empfohlen, dass der Augenarzt chirurgische Modifikationen (z. B. Iris-Retraktoren oder viskoelastische Substanzen) in Betracht zieht.

Dosierung

Die StatPearls-Monographie listet folgende Dosierungsschemata für Terazosin auf. Um Synkopen nach der ersten Dosis zu vermeiden, wird häufig eine Einnahme zur Schlafenszeit empfohlen.

IndikationInitialdosis / DosierungMaximaldosis / DauerZulassungsstatus
Essenzielle Hypertonie1-10 mg täglichMax. 20 mg täglichFDA-zugelassen
Benigne Prostatahyperplasie (BPH)1-10 mg zur SchlafenszeitMax. 20 mg (in 1-2 Dosen)FDA-zugelassen
Distale Uretersteine2-10 mg (meist 2-5 mg) zur SchlafenszeitBis zu 2 WochenOff-Label
Chronische Prostatitis / Beckenschmerz1-5 mg täglichFür 14 WochenOff-Label
SSRI-induzierte Hyperhidrose1-6 mg täglichk.A.Off-Label
Radiotherapie-assoziierte Urethritis2-6 mg täglichk.A.Off-Label
Idiopathische Oligozoospermie2 mg täglichFür 6 MonateOff-Label

Kontraindikationen

Die einzige absolute Kontraindikation ist eine bekannte Allergie oder Überempfindlichkeit gegen Terazosin.

Als relative Kontraindikationen nennt der Text:

  • Einsatz bei geriatrischen Personen (aufgrund des Sturz- und Synkopenrisikos)

  • Vorliegen einer Herzinsuffizienz

  • Allgemeine Intoleranz gegenüber den Nebenwirkungen

Zudem wird in der Pädiatrie zur Vorsicht geraten, da nur begrenzte Daten zur Sicherheit bei Kindern vorliegen.

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💡Praxis-Tipp

Die Monographie warnt ausdrücklich vor der sogenannten First-Dose-Synkope sowie vor orthostatischer Hypotension. Es wird empfohlen, die initiale Dosis zur Schlafenszeit zu verabreichen und nach der ersten Einnahme die orthostatischen Vitalparameter engmaschig zu kontrollieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls beginnt die Therapie mit 1 bis 10 mg oral zur Schlafenszeit. Die Dosis kann je nach klinischem Ansprechen auf bis zu 20 mg täglich (in ein oder zwei Dosen) gesteigert werden.

Der Text stellt klar, dass ein Absetzen vor einer Katarakt-Operation keinen Nutzen bringt. Der Operateur sollte jedoch über die Einnahme informiert sein, um sich auf ein mögliches intraoperatives Floppy-Iris-Syndrom (IFIS) einzustellen.

Es gibt kein spezifisches Antidot für Terazosin. Bei einer Überdosierung mit hämodynamischer Instabilität wird eine symptomatische Therapie mit Vasopressoren und Standard-Lebenserhaltungsmaßnahmen empfohlen.

Die Monographie beschreibt den Off-Label-Einsatz von Terazosin zur medikamentösen Austreibungstherapie bei distalen Harnleitersteinen. Hierbei werden meist 2 bis 5 mg zur Schlafenszeit für bis zu zwei Wochen eingesetzt.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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