StatPearls2026

Prazosin: Indikationen und Dosierung laut StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der StatPearls-Artikel beschreibt Prazosin als einen kompetitiven Alpha-1-Adrenozeptor-Antagonisten. Der Wirkstoff führt zu einer Entspannung der glatten Muskulatur in Blutgefäßen, Prostata, Urethra und dem Irisdilatator.

Da Prazosin die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann, entfaltet es auch kognitive Effekte. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch über CYP450-Enzyme mit einer Halbwertszeit von etwa 2,5 Stunden.

Eine Dosisanpassung bei chronischer Nierenerkrankung oder Dialysepflichtigkeit ist laut Text nicht erforderlich. Bei chronischer Niereninsuffizienz oder Herzinsuffizienz kann die Halbwertszeit jedoch verlängert sein.

Empfehlungen

Die StatPearls-Monographie führt verschiedene zugelassene und Off-Label-Indikationen für Prazosin auf.

FDA-zugelassene Indikationen

Prazosin ist für die Behandlung der arteriellen Hypertonie zugelassen, entweder als Monotherapie oder in Kombination mit anderen Antihypertensiva. Der Text betont jedoch, dass es gemäß aktuellen evidenzbasierten Leitlinien kein Mittel der ersten Wahl darstellt.

Off-Label-Use

Der Text beschreibt den Einsatz von Prazosin bei folgenden nicht-zugelassenen Indikationen:

  • Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

  • Albträume im Rahmen einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS)

  • Primäres Raynaud-Syndrom

  • Phäochromozytom (zur perioperativen Symptomkontrolle)

  • Skorpionstiche (zur Senkung der Mortalität durch Katecholamin-Speicherentleerung)

Monitoring und Toxizität

Ein routinemäßiges Drug-Monitoring wird nicht empfohlen. Bei Auftreten schwerer Nebenwirkungen wie Synkopen, Schwäche oder Tachykardie sollte laut Text eine alternative Therapie erwogen werden.

Im Falle einer Überdosierung steht die Behandlung der Hypotonie im Vordergrund. Es wird eine Volumensubstitution oder bei Bedarf der Einsatz von Vasopressoren empfohlen.

Dosierung

Die Monographie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für die orale Einnahme (verfügbar als 1 mg, 2 mg und 5 mg Kapseln):

IndikationInitialdosisErhaltungsdosis / Maximaldosis
Arterielle Hypertonie (Erwachsene)k.A.2 bis 20 mg/Tag (verteilt auf 2-3 Einzeldosen)
Benigne Prostatahyperplasie (BPH)k.A.0,5 bis 1 mg zweimal täglich (bis max. 4 mg/Tag)
PTBS-assoziierte Albträume1 mg zur Nacht2 bis 6 mg zur Nacht (beim Militär bis zu 16 mg)
Raynaud-Syndromk.A.1 mg dreimal täglich
Skorpionstich30 µg/kgWiederholung nach 3 Stunden, dann alle 6 Stunden

Kontraindikationen

Eine absolute Kontraindikation stellt eine frühere Anaphylaxie auf Prazosin dar. Es wird zudem von einer Verschreibung abgeraten, wenn eine Überempfindlichkeit gegen andere Alpha-Blocker (wie Terazosin, Tamsulosin, Doxazosin) besteht.

Vorsicht ist bei Personen mit bestehender Hypotonie geboten, da ein erhöhtes Risiko für orthostatische Hypotonie besteht. Ebenso wird zur Vorsicht bei Katarakt-Erkrankungen geraten, da der Antagonismus am Irisdilatator ein Floppy-Iris-Syndrom begünstigen kann.

In der Schwangerschaft ist Prazosin in die Kategorie C eingestuft. Der Text empfiehlt, bevorzugt Antihypertensiva mit einem besseren Sicherheitsprofil einzusetzen.

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💡Praxis-Tipp

Der Text warnt ausdrücklich vor einer ausgeprägten Hypotonie nach der ersten Dosis (First-Dose-Phänomen). Es wird daher empfohlen, die initiale Dosis abends vor dem Schlafengehen einzunehmen. Zudem wird auf das Risiko eines intraoperativen Floppy-Iris-Syndroms (IFIS) bei Katarakt-Operationen hingewiesen, welches durch die Blockade der Alpha-Rezeptoren am Auge entstehen kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird die Therapie mit 1 mg zur Nacht initiiert. Die Erhaltungsdosis liegt bei 2 bis 6 mg nächtlich, wobei in militärischen Kohorten auch Dosen bis zu 16 mg eingesetzt wurden.

Der Text gibt an, dass bei chronischer Nierenerkrankung oder bei Dialysepflichtigkeit keine Dosisanpassung erforderlich ist. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Halbwertszeit bei chronischem Nierenversagen verlängert sein kann.

Bei 5 bis 10 % der Behandelten treten laut Monographie Schwindel, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Energielosigkeit, Schwäche, Palpitationen und Übelkeit auf. Zu den schwerwiegenden, aber selteneren Ereignissen zählen Synkopen und Priapismus.

Prazosin fällt in die Schwangerschaftskategorie C, was auf eine unzureichende Datenlage beim Menschen hindeutet. Die Quelle empfiehlt, in der Schwangerschaft auf andere Antihypertensiva mit besserem Sicherheitsprofil zurückzugreifen.

Eine Überdosierung führt primär zu einer Hypotonie. Es wird eine klinische Unterstützung durch Volumensubstitution und bei Bedarf der Einsatz von Vasopressoren empfohlen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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