StatPearls2026

Selegilin Dosierung und Anwendung: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Selegilin ist ein irreversibler Monoaminoxidase-Inhibitor (MAOI). Laut der StatPearls-Zusammenfassung wird der Wirkstoff primär als Zusatztherapie bei Morbus Parkinson sowie in transdermaler Form bei schweren depressiven Störungen (MDD) eingesetzt.

Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung des Abbaus von Neurotransmittern wie Dopamin, Serotonin und Noradrenalin im zentralen Nervensystem. In niedrigen Dosierungen hemmt Selegilin selektiv die MAO-B, was zu einer Erhöhung des Dopaminspiegels führt und besonders für die Parkinson-Therapie relevant ist.

Bei höheren Dosierungen oder transdermaler Anwendung kommt es zu einer unselektiven Hemmung von MAO-A und MAO-B. Dieser Effekt wird therapeutisch genutzt, um die antidepressive Wirkung bei Erwachsenen zu erzielen.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung:

Indikationen

Der Text nennt folgende von der FDA zugelassene Indikationen für Selegilin:

  • Zusatzbehandlung bei Morbus Parkinson (in Kombination mit Levodopa).

  • Behandlung der Major Depression (MDD) bei Erwachsenen (nur als transdermales Pflaster).

Zudem wird der Off-Label-Einsatz bei frühem Morbus Parkinson sowie bei Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) erwähnt.

Anwendungshinweise

Für die Schmelztablette (ODT) wird empfohlen, diese morgens vor dem Frühstück ohne Flüssigkeit einzunehmen. Es wird geraten, fünf Minuten vor und nach der Einnahme weder zu essen noch zu trinken.

Das transdermale Pflaster sollte gemäß Leitlinie alle 24 Stunden auf intakte, trockene Haut an Oberarm, Oberkörper oder Oberschenkel appliziert werden. Ein Zerschneiden der Pflaster wird nicht empfohlen.

Monitoring und Überwachung

Es wird eine regelmäßige klinische Überwachung auf folgende Parameter empfohlen:

  • Blutdruckkontrollen zur Vermeidung von orthostatischer Hypotension und hypertensiven Krisen.

  • Beobachtung auf Symptome eines Serotoninsyndroms oder Parkinsonismus.

  • Regelmäßige Beurteilung von Verhaltens- und Stimmungsschwankungen sowie Suizidgedanken, insbesondere bei jungen Erwachsenen.

  • Hautuntersuchungen bei der Verwendung von transdermalen Pflastern.

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Erwachsene vor:

DarreichungsformIndikationDosierungBesondere Hinweise
Kapsel / TabletteMorbus Parkinson5 mg zweimal täglichZiel: Selektive MAO-B-Hemmung
Schmelztablette (ODT)Morbus Parkinson1,25 mg einmal täglichMorgens, ohne Flüssigkeit einnehmen
Transdermales PflasterMajor Depression6 mg/24h (Startdosis)Steigerung um 3 mg alle 2 Wochen, max. 12 mg/24h

Bei Nieren- oder Leberinsuffizienz sind laut Leitlinie Dosisanpassungen zu prüfen. Bei leichter bis mittelschwerer Leberinsuffizienz sollte die ODT-Dosis auf 1,25 mg täglich reduziert werden.

Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min) oder schwerer Leberinsuffizienz wird von der oralen Gabe abgeraten.

Kontraindikationen

Der Text nennt folgende absolute Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Geplante Operationen: Die Einnahme ist 10 Tage vor elektiven Eingriffen kontraindiziert.

  • Transdermale Anwendung: Kontraindiziert bei Kindern unter 12 Jahren sowie bei Personen mit Phäochromozytom.

  • Medikamenteninteraktionen: Die gleichzeitige Anwendung von SSRI, trizyklischen Antidepressiva, Tramadol, Methadon, Dextromethorphan, Meperidin oder Johanniskraut ist kontraindiziert.

Es wird empfohlen, zwischen dem Absetzen dieser Medikamente und dem Beginn einer Selegilin-Therapie eine Pause von mindestens zwei Wochen einzuhalten.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Hinweis der Leitlinie ist das Risiko einer hypertensiven Krise bei gleichzeitigem Konsum von tyraminreichen Lebensmitteln wie gereiftem Käse, gepökeltem Fleisch oder Rotwein. Es wird dringend empfohlen, Aufklärung über diese Nahrungsmittelinteraktion zu leisten, da die Selektivität von Selegilin bei höheren Dosierungen abnimmt und der Abbau von Tyramin gehemmt wird.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird die Schmelztablette einmal täglich morgens vor dem Frühstück eingenommen. Es wird empfohlen, die Tablette ohne Flüssigkeit auf der Zunge zergehen zu lassen und fünf Minuten davor sowie danach nichts zu essen oder zu trinken.

Der Text warnt vor der gleichzeitigen Einnahme von Selegilin und SSRI oder trizyklischen Antidepressiva aufgrund des Risikos eines lebensbedrohlichen Serotoninsyndroms. Es wird eine Auswaschphase von mindestens zwei Wochen zwischen den Therapien empfohlen.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen laut StatPearls Mundtrockenheit, Verstopfung, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit. Zudem wird auf das Risiko von orthostatischer Hypotension und plötzlichen Schlafattacken hingewiesen.

Eine toxische Wirkung äußert sich häufig als hypertensive Krise. Die Leitlinie empfiehlt in diesem Fall die intravenöse Gabe von Phentolamin, Labetalol oder Nitroprussid zur raschen Blutdrucksenkung.

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Quelle: StatPearls: Selegiline (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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