MAO-Hemmer: StatPearls Zusammenfassung
Hintergrund
Die StatPearls-Übersicht beschreibt Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) als wirksame Antidepressiva. Sie werden laut Text insbesondere bei atypischer Depression, Panikstörungen, sozialen Angststörungen und therapieresistenter Depression eingesetzt.
Aufgrund ihres breiten Nebenwirkungsprofils und zahlreicher Wechselwirkungen gelten sie nicht als Mittel der ersten oder zweiten Wahl.
Der Text erklärt, dass MAO-Hemmer den Abbau von Neurotransmittern wie Serotonin, Noradrenalin und Dopamin blockieren. Selektive MAO-B-Hemmer zeigen zudem Wirksamkeit in der symptomatischen Frühbehandlung des Morbus Parkinson.
Empfehlungen
Umstellung der Medikation
Laut Text erfordert der Wechsel zu oder von einem MAO-Hemmer besondere Vorsicht. Es wird beschrieben, dass das vorherige Antidepressivum über 2 bis 4 Wochen ausgeschlichen werden sollte.
Anschließend muss eine zweiwöchige Pause bis zur ersten Einnahme des MAO-Hemmers eingehalten werden. Bei Fluoxetin ist aufgrund der langen Halbwertszeit eine Pause von fünf Wochen erforderlich.
Monitoring
Der Text nennt folgende Überwachungsmaßnahmen während der Therapie:
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Regelmäßige Kontrolle von Nieren- und Leberfunktion sowie des Blutdrucks
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Überwachung des Blutzuckerspiegels, da MAO-Hemmer die Insulinproduktion senken können
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Evaluation der Stimmung hinsichtlich eines erhöhten Suizidrisikos bei jungen Erwachsenen
Management von Komplikationen
Bei einem Serotoninsyndrom wird das sofortige Absetzen des serotonergen Wirkstoffs und eine supportive Therapie empfohlen. Eine frühzeitige Verlegung auf die Intensivstation wird angeraten.
Im Falle einer hypertensiven Krise ist eine sofortige intensivmedizinische Aufnahme zur Blutdruckkontrolle erforderlich. Der Blutdruck sollte mit titrierbaren, parenteralen Antihypertensiva innerhalb der ersten Stunde um maximal 20 bis 25 Prozent gesenkt werden.
Dosierung
Der Text listet vier zugelassene MAO-Hemmer auf. Folgende Darreichungsformen und Besonderheiten werden beschrieben:
| Wirkstoff | Darreichungsform | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Selegilin | Transdermales Pflaster, Tablette | Pflaster (6 mg/24 h) erfordert keine Diätbeschränkungen |
| Isocarboxazid | Orale Tablette | Keine spezifischen Angaben |
| Phenelzin | Orale Tablette | Keine spezifischen Angaben |
| Tranylcypromin | Orale Tablette | Keine spezifischen Angaben |
Kontraindikationen
Der Text listet mehrere absolute und relative Kontraindikationen für die Gabe von MAO-Hemmern auf:
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Gleichzeitige Einnahme von Sympathomimetika (z. B. Ephedrin, Pseudoephedrin)
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Phäochromozytom oder andere Katecholamin-freisetzende Paragangliome
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Sublinguales Nifedipin zur Behandlung von Bluthochdruck
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Gleichzeitige Gabe von serotonergen Antidepressiva
Zudem wird eine tyraminarme Diät beschrieben. Klassischerweise sind gereifter Käse, geräuchertes oder gepökeltes Fleisch sowie überreifes Obst kontraindiziert, um eine hypertensive Krise zu vermeiden.
💡Praxis-Tipp
Der Text warnt eindringlich vor der gleichzeitigen Anwendung von MAO-Hemmern und serotonergen oder sympathomimetischen Substanzen. Es wird betont, dass bei einem Wechsel der Antidepressiva zwingend ein auswaschendes Intervall von mindestens zwei Wochen eingehalten werden muss. Bei Fluoxetin beträgt dieses Intervall sogar fünf Wochen, um lebensbedrohliche Komplikationen wie das Serotoninsyndrom zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut Text muss bei einem Wechsel von Fluoxetin auf einen MAO-Hemmer eine Pause von fünf Wochen eingehalten werden. Dies ist auf die lange Halbwertszeit von Fluoxetin zurückzuführen.
Der Text warnt vor tyraminreichen Lebensmitteln wie gereiftem Käse, geräuchertem Fleisch und überreifem Obst. Der Verzehr kann in Kombination mit MAO-Hemmern eine lebensbedrohliche hypertensive Krise auslösen.
Es wird eine sofortige intensivmedizinische Behandlung mit parenteralen, titrierbaren Antihypertensiva empfohlen. Der Blutdruck darf laut Text in der ersten Stunde um maximal 20 bis 25 Prozent gesenkt werden.
Das transdermale Pflaster umgeht den First-Pass-Metabolismus in der Leber. Dadurch wird laut Text das Risiko für Wechselwirkungen mit tyraminreicher Nahrung deutlich reduziert, sodass bei bestimmten Dosierungen keine Diätbeschränkungen nötig sind.
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Quelle: StatPearls: MAO Inhibitors (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.