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Pleurareiben (Pleural Friction Rub): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Pleurareiben (Pleural Friction Rub) ist ein hörbares Atemgeräusch, das durch die Reibung entzündeter Pleurablätter entsteht. Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt den Klang typischerweise als knarrend oder ähnlich dem Gehen auf frischem Schnee.

Zu den häufigsten Ursachen zählen laut Quelle bakterielle Pneumonien, Lungenembolien, virale Infektionen und maligne Erkrankungen. Auch Autoimmunerkrankungen wie der systemische Lupus erythematodes (SLE) oder die rheumatoide Arthritis können zugrunde liegen.

Pathophysiologisch kommt es durch Entzündungen oder neoplastisches Wachstum zu einer Verdickung und Aufrauung der Pleuraoberflächen. Dies führt zu dem charakteristischen Geräusch, das meist sowohl während der In- als auch der Exspiration auftritt.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte zur klinischen Evaluation und Behandlung:

Bildgebende Diagnostik

Als erster bildgebender Schritt wird eine Röntgenthorax-Aufnahme empfohlen. Bei Vorliegen eines Pleuraergusses sollte laut Text eine Ultraschalluntersuchung zur Größenbestimmung und Charakterisierung erfolgen.

Eine Computertomografie mit Kontrastmittel wird empfohlen, wenn Lokulationen vermutet werden oder detailliertere anatomische Informationen nötig sind.

Pleurapunktion und Labor

Die Leitlinie empfiehlt eine ultraschallgesteuerte diagnostische Thorakozentese als nächsten Schritt bei Pleuraergüssen. Zur Unterscheidung zwischen Transudat und Exsudat wird die Anwendung der Light-Kriterien empfohlen.

Ein Exsudat liegt vor, wenn mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllt ist:

Kriterium (Light-Kriterien für Exsudat)Schwellenwert
Pleuraflüssigkeit-zu-Serum-Protein-Verhältnis> 0,5
Pleuraflüssigkeit-zu-Serum-LDH-Verhältnis> 0,6
Pleuraflüssigkeit-LDH> 0,67 (oder 2/3 der oberen Normgrenze des Serums)

Je nach Verdachtsdiagnose wird eine spezifische Analyse der Pleuraflüssigkeit angeraten. Dies umfasst beispielsweise die Zytologie bei Malignomverdacht oder die Bestimmung der Adenosindesaminase bei Tuberkulose.

Therapie

Die Behandlung richtet sich primär nach der zugrunde liegenden Ursache. Zur symptomatischen Linderung von pleuritischen Brustschmerzen wird der Einsatz von Analgetika wie nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) oder Opioiden beschrieben.

Bei großen oder rezidivierenden Ergüssen werden interventionelle Verfahren empfohlen. Dazu zählen laut Text die therapeutische Thorakozentese oder die Pleurodese.

Differenzialdiagnostik

Es wird betont, das Pleurareiben von einem Perikardreiben abzugrenzen. Ein Perikardreiben bleibt laut Text auch beim Anhalten des Atems bestehen und weist typischerweise drei Geräuschkomponenten auf.

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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender klinischer Hinweis der StatPearls-Zusammenfassung betrifft die Differenzierung von Atem- und Herzgeräuschen. Es wird hervorgehoben, dass ein Perikardreiben im Gegensatz zum Pleurareiben auch dann hörbar bleibt, wenn die betroffene Person den Atem anhält. Zudem weist das Pleurareiben meist zwei Geräuschphasen auf, während das Perikardreiben aus drei Komponenten besteht.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls bleibt ein Perikardreiben auch beim Anhalten des Atems hörbar. Zudem besteht ein Pleurareiben meist aus zwei Tönen (In- und Exspiration), während ein Perikardreiben drei Töne aufweist.

Die Leitlinie empfiehlt die Anwendung der Light-Kriterien, um zwischen einem Transudat und einem Exsudat zu unterscheiden. Dabei werden die Verhältnisse von Protein und Laktatdehydrogenase (LDH) in Pleuraflüssigkeit und Serum bewertet.

Als initiale Bildgebung wird eine Röntgenthorax-Aufnahme empfohlen. Bei Vorliegen eines Ergusses sollte laut Text eine Ultraschalluntersuchung und bei komplexeren Befunden eine Computertomografie mit Kontrastmittel erfolgen.

Zur Linderung der pleuritischen Schmerzen wird der Einsatz von Analgetika wie NSAR oder Opioiden beschrieben. Die kausale Therapie richtet sich jedoch immer nach der zugrunde liegenden Grunderkrankung.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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