StatPearls2026

Mittlerer Arterieller Druck (MAP): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der mittlere arterielle Druck (MAP) beschreibt den durchschnittlichen arteriellen Blutdruck während eines vollständigen Herzzyklus aus Systole und Diastole. Er wird maßgeblich durch das Herzzeitvolumen und den systemischen Gefäßwiderstand bestimmt.

Eine ausreichende Organperfusion erfordert laut StatPearls-Übersicht die Aufrechterhaltung eines minimalen MAP von 60 mmHg. Fällt der Wert über einen längeren Zeitraum unter diese Grenze, drohen Endorganschäden wie Ischämien oder Infarkte.

Bei einem signifikanten Abfall des MAP kann das zerebrale Gewebe nicht mehr ausreichend durchblutet werden. Dies führt zu einem Bewusstseinsverlust und rasch einsetzendem neuronalen Zelltod.

Empfehlungen

Die StatPearls-Übersicht beschreibt folgende Kernaspekte des mittleren arteriellen Drucks:

Berechnung und Messung

Zur klinischen Abschätzung des MAP wird eine gängige Formel beschrieben: MAP = diastolischer Blutdruck + 1/3 der Blutdruckamplitude (Pulsdruck). Dies ermöglicht eine schnelle Berechnung im klinischen Alltag.

Für die Bestimmung der Ausgangswerte wird die Verwendung eines Sphygmomanometers oder eines oszillometrischen Blutdruckmessgeräts genannt.

Für erweiterte hämodynamische Beurteilungen werden folgende Methoden aufgeführt:

  • Echokardiografie zur Bestimmung der linksventrikulären Ejektionsfraktion und des Herzzeitvolumens

  • Zentralvenöse Katheter im rechten Atrium zur Messung des zentralvenösen Drucks

Physiologische Regulation

Der MAP wird durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Organsysteme reguliert. Das kardiovaskuläre System steuert den MAP über das Herzzeitvolumen und den Gefäßwiderstand.

Das renale System beeinflusst das Plasmavolumen über das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS). Das autonome Nervensystem reguliert den Druck über Barorezeptoren im Sinus caroticus und im Aortenbogen.

Die Übersicht beschreibt verschiedene vasoaktive Substanzen, die den Gefäßwiderstand und damit den MAP beeinflussen:

SubstanzUrsprungWirkung auf GefäßeEffekt auf MAP
Stickstoffmonoxid (NO)EndothelzellenVasodilatationSenkung
EndothelinEndothelzellenVasokonstriktionSteigerung
Angiotensin IIRAASVasokonstriktionSteigerung

Klinische Bedeutung

Die Aufrechterhaltung des MAP ist essenziell, um einen hypotonen Schock und ein folgendes Organversagen zu verhindern. Als häufige Ursachen für eine lebensbedrohliche Hypotonie werden schwere Bakteriämien oder Hypovolämien angeführt.

Zur pharmakologischen Behandlung hypotensiver Zustände wird der Einsatz von Vasopressoren wie Dopamin beschrieben.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Laut der Übersicht ist ein MAP von mindestens 60 mmHg zwingend erforderlich, um die Perfusion lebenswichtiger Organe aufrechtzuerhalten. Es wird darauf hingewiesen, dass ein längeres Unterschreiten dieses Grenzwertes rasch zu Ischämien und irreversiblem neuronalen Zelltod führen kann. Daher wird eine zügige Ursachenklärung und gegebenenfalls der Einsatz von Vasopressoren bei persistierender Hypotonie beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Laut der StatPearls-Übersicht wird der MAP häufig mit der Formel "diastolischer Blutdruck + 1/3 der Blutdruckamplitude" abgeschätzt. Dies ermöglicht eine schnelle Berechnung im klinischen Alltag.

Es wird ein minimaler MAP von 60 mmHg beschrieben, um die Durchblutung lebenswichtiger Organe sicherzustellen. Ein Abfall unter diesen Wert kann zu Ischämien und Organversagen führen.

Die Regulation erfolgt über das kardiovaskuläre System, das autonome Nervensystem (Barorezeptoren) und das renale System (RAAS). Diese Systeme passen das Herzzeitvolumen, den Gefäßwiderstand und das Plasmavolumen an.

Endothelzellen produzieren vasoaktive Substanzen wie Stickstoffmonoxid (NO) zur Gefäßerweiterung bei hohem Druck. Bei niedrigem MAP wird Endothelin ausgeschüttet, was zu einer Gefäßverengung und damit zu einem Druckanstieg führt.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Physiology, Mean Arterial Pressure (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien