StatPearls2026

Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (pAVK): StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie behandelt die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), eine fortschreitende Manifestation der systemischen Atherosklerose. Weltweit sind über 200 Millionen Menschen betroffen, insbesondere ältere Erwachsene sowie Personen mit Diabetes, chronischer Nierenerkrankung oder einer Raucheranamnese.

Die Erkrankung entsteht durch eine zunehmende Verengung und den Verschluss peripherer Arterien, meist im aortoiliakalen, femoropoplitealen oder infrapoplitealen Bereich. Dies führt zu einer verminderten Durchblutung der unteren Extremitäten.

Das klinische Bild reicht von asymptomatischen Verläufen über die Claudicatio intermittens bis hin zur chronischen extremitätenbedrohenden Ischämie (CLTI). Letztere geht mit einem hohen Risiko für Amputationen und einer erhöhten Mortalität einher.

Empfehlungen

Diagnostik

Die Leitlinie empfiehlt den Knöchel-Arm-Index (ABI) als primäres nicht-invasives Instrument zur Diagnose und Schweregradeinteilung am Krankenbett.

Bei Werten über 1,40 wird aufgrund möglicher inkompressibler Gefäße die Messung des Zehen-Arm-Index (TBI) empfohlen. Ein TBI von unter 0,70 weist auf eine pAVK hin.

Bei normalen Ruhe-ABI-Werten und anhaltenden Symptomen kann ein Belastungs-ABI durchgeführt werden. Ein Abfall von 20 % oder mehr nach Belastung demaskiert eine belastungsinduzierte Ischämie.

ABI-WertInterpretation / SchweregradTypische Klinik
0,90 bis 1,40NormalbefundKeine
0,70 bis 0,90Leichte pAVKAsymptomatisch oder Claudicatio intermittens
0,50 bis 0,70Mittelschwere pAVKHäufigere Claudicatio, reduzierte Gehstrecke
< 0,50Schwere pAVK / CLTIIschämischer Ruheschmerz, Wundheilungsstörungen
> 1,40Inkompressible ArterienUnzuverlässiger Wert (TBI empfohlen)

Als bildgebendes Verfahren der ersten Wahl wird die Duplex-Sonographie empfohlen.

PSV-Verhältnis (Peak Systolic Velocity)Stenosegrad
> 2,0$\ge$ 50 % Stenose
> 4,0$\ge$ 75 % Stenose

Konservative Therapie

Als Erstlinientherapie werden Lebensstiländerungen empfohlen, wobei die Raucherentwöhnung der wichtigste modifizierbare Risikofaktor ist.

Es wird ein überwachtes Gehtraining empfohlen, das 3 bis 4 Mal pro Woche für jeweils 30 bis 45 Minuten über mindestens 12 Wochen durchgeführt werden sollte.

Medikamentöse Therapie

Laut Leitlinie umfasst die medikamentöse Basistherapie folgende Bausteine:

  • Thrombozytenaggregationshemmer (Aspirin oder Clopidogrel) zur Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse

  • Statintherapie für alle pAVK-Fälle mit einem LDL-Zielwert von unter 70 mg/dL

  • Blutdruckeinstellung mittels ACE-Hemmern oder Angiotensin-Rezeptor-Blockern (ARBs)

  • Strenge Blutzuckerkontrolle bei Vorliegen eines Diabetes mellitus

Zur Symptomlinderung der Claudicatio kann Cilostazol eingesetzt werden, sofern keine Herzinsuffizienz vorliegt.

Invasive Therapie

Bei lebensstil-limitierender Claudicatio, die nicht auf konservative Maßnahmen anspricht, oder bei Vorliegen einer CLTI wird eine Revaskularisation empfohlen.

Endovaskuläre Verfahren werden für fokale Läsionen bevorzugt, während chirurgische Eingriffe bei langstreckigen Erkrankungen oder nach endovaskulärem Versagen indiziert sind.

Kontraindikationen

Laut Leitlinie bestehen folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Cilostazol ist bei Vorliegen einer Herzinsuffizienz kontraindiziert.

  • Bei einem ABI-Wert von über 1,40 ist die Messung unzuverlässig, da dies auf inkompressible, verkalkte Arterien hinweist.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler bei der ABI-Messung ist das Unterlassen der Blutdruckmessung an beiden Armen. Es wird empfohlen, stets den höheren der beiden systolischen Armdrücke als Nenner für die Berechnung zu verwenden. Dadurch wird eine Unterschätzung des ABI bei Personen mit Blutdruckdifferenzen, beispielsweise durch eine Subclaviastenose, vermieden.

Häufig gestellte Fragen

Der ABI wird berechnet, indem der höchste systolische Knöcheldruck durch den höheren der beiden systolischen Armdrücke geteilt wird. Die Leitlinie betont, dass die Messung an beiden Armen erfolgen muss, um Fehler durch eine Subclaviastenose zu vermeiden.

Ein ABI-Wert von unter 0,50 weist auf eine schwere pAVK oder eine chronische extremitätenbedrohende Ischämie (CLTI) hin. Diese Fälle präsentieren sich häufig mit ischämischem Ruheschmerz oder nicht heilenden Wunden.

Bei Werten über 1,40 geht man von inkompressiblen, verkalkten Arterien aus, was den ABI unzuverlässig macht. In diesen Fällen wird die Messung des Zehen-Arm-Index (TBI) empfohlen, wobei ein Wert unter 0,70 auf eine pAVK hindeutet.

Es wird ein überwachtes Training empfohlen, bei dem bis zum Auftreten einer moderaten Claudicatio gegangen und dann bis zum Abklingen der Symptome pausiert wird. Dieses Training sollte 3 bis 4 Mal pro Woche für 30 bis 45 Minuten über mindestens 12 Wochen stattfinden.

Eine Operation wird bei lebensstil-limitierender Claudicatio in Betracht gezogen, die nicht auf medizinische Therapie und Gehtraining anspricht. Ebenso ist sie bei Vorliegen einer chronischen extremitätenbedrohenden Ischämie (CLTI) indiziert.

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Quelle: StatPearls: Peripheral Arterial Disease (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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