StatPearls2026

Leber-Milz-Szintigrafie: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der StatPearls-Artikel beschreibt die nuklearmedizinische Leber-Milz-Szintigrafie als nicht-invasives bildgebendes Verfahren zur Beurteilung von Leber und Milz. Hierbei wird ein radioaktiver Tracer, klassischerweise Technetium-99m-Schwefelkolloid (Tc-99m), intravenös injiziert.

Die Verteilung des Tracers basiert auf der Phagozytose durch die mononukleären Phagozyten. Dies umfasst die Kupffer-Zellen der Leber sowie die Makrophagen in Milz und Knochenmark. Anhand der aufgenommenen Menge und Lokalisation lassen sich funktionelle und anatomische Anomalien beurteilen.

Obwohl die Methode durch die weite Verbreitung von CT, MRT und Ultraschall seltener eingesetzt wird, behält sie laut Text ihren Stellenwert bei spezifischen Fragestellungen. Dazu gehören die Beurteilung von Leberschäden bei Zirrhose, fokaler nodulärer Hyperplasie oder Milzverletzungen.

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende Kernaspekte für den klinischen Einsatz:

Indikationen und Diagnostik

Die Szintigrafie wird zur Beurteilung von raumfordernden Läsionen und Leberschäden beschrieben. Sie kann insbesondere bei Personen indiziert sein, die keine MRT- oder CT-Untersuchung erhalten können.

Zu den spezifischen diagnostischen Einsatzgebieten gehören laut Text:

  • Leberschäden durch Zirrhose und portale Hypertension

  • Milzverletzungen oder Milzinfarkte (z. B. bei Traumapatienten oder Zirrhose)

  • Funktioneller Hyposplenismus (z. B. bei Amyloidose oder nach Nierentransplantation)

  • Budd-Chiari-Syndrom (typischerweise verminderte Aufnahme im rechten und linken Leberlappen)

  • Nachweis von Nebenmilzen bei Thrombozytopenie nach Splenektomie

  • Leber- und Milzbeteiligung bei Morbus Gaucher sowie hepatische Hämangiome, Zysten oder Abszesse

Durchführung

Für die Untersuchung wird die intravenöse Injektion der geringstmöglichen Dosis des Tc-99m-Tracers empfohlen, um die Strahlenbelastung zu minimieren. Nach einer Wartezeit von etwa 10 bis 15 Minuten erfolgen die Aufnahmen mit einer Gammakamera.

Der Text beschreibt folgende Positionierungen für die Bildgebung:

  • Anteriore, posteriore und rechts-oblique Positionen für die Leber

  • Linksseitige Aufnahmen zur Beurteilung der Milz

Zusätzlich kann eine SPECT/CT-Untersuchung angeschlossen werden, die weitere 15 bis 20 Minuten in Anspruch nimmt. Diese ermöglicht eine dreidimensionale Darstellung und Quantifizierung der Tracer-Aufnahme.

Befundinterpretation

Ein normaler Befund zeichnet sich durch eine unauffällige und gleichmäßige Tracer-Aufnahme in den retikuloendothelialen Systemen von Leber und Milz aus.

Als kritischer Befund wird der sogenannte Kolloid-Shift beschrieben. Dieser ist gekennzeichnet durch:

  • Eine verminderte Tracer-Aufnahme durch die Kupffer-Zellen der Leber

  • Eine gleichzeitig erhöhte Aufnahme in Milz und Knochenmark

  • Einen Hinweis auf eine funktionelle Schädigung des retikuloendothelialen Systems der Leber

Bereiche mit verminderter Aufnahme erscheinen auf dem Scan dunkel, während Areale mit erhöhter Aufnahme hell dargestellt werden. Eine verminderte Aufnahme in der Milz kann auf einen Infarkt oder ein Trauma hinweisen.

Kontraindikationen

Laut StatPearls-Artikel bestehen folgende Kontraindikationen und Warnhinweise:

  • Schwangerschaft: Aufgrund der Strahlenexposition sollte das Verfahren bei Schwangeren vermieden werden.

  • Allergien: Bei einer bekannten Allergie gegen den radioaktiven Tracer Tc-99m darf der Test nicht durchgeführt werden.

  • Stillzeit: Es wird empfohlen, das Stillen für etwa 72 Stunden nach der Untersuchung zu unterbrechen, da die Auswirkungen von Tc-99m-Schwefelkolloid auf den Säugling nicht vollständig geklärt sind.

  • Störfaktoren: Verbliebene Kontrastmittel oder Tracer aus vorherigen nuklearmedizinischen Untersuchungen können die Ergebnisse verfälschen.

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💡Praxis-Tipp

Der Text weist darauf hin, dass die Leber-Milz-Szintigrafie eine wertvolle Alternative für Personen mit hepatischen Gefäßerkrankungen wie dem Budd-Chiari-Syndrom darstellt, wenn intravenöse Kontrastmittel für CT oder MRT kontraindiziert sind. Es wird zudem betont, dass ein sogenannter Kolloid-Shift (verminderte Leberaufnahme bei erhöhter Milz- und Knochenmarkaufnahme) ein wichtiger Indikator für eine fortgeschrittene Leberschädigung ist.

Häufig gestellte Fragen

Die reine planare Untersuchung dauert laut Text etwa 45 Minuten. Wird zusätzlich eine SPECT/CT durchgeführt, verlängert sich die Dauer um weitere 15 bis 20 Minuten.

Es wird klassischerweise Technetium-99m-Schwefelkolloid (Tc-99m) verwendet. Dieser Tracer wird von den Phagozyten in Leber, Milz und Knochenmark aufgenommen.

Ein Kolloid-Shift beschreibt eine verminderte Tracer-Aufnahme in der Leber bei gleichzeitig erhöhter Aufnahme in Milz und Knochenmark. Der Text wertet dies als Zeichen einer funktionellen Leberschädigung.

Der Text empfiehlt, das Stillen für etwa 72 Stunden nach der Injektion des Tracers zu pausieren. Die genauen Auswirkungen der Radioaktivität in der Muttermilch auf den Säugling sind nicht vollständig geklärt.

Bei Personen, die nach einer Milzentfernung eine Thrombozytopenie entwickeln, kann die Szintigrafie eingesetzt werden. Sie dient dem Nachweis von eventuell verbliebenen Nebenmilzen.

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Quelle: StatPearls: Nuclear Medicine Liver/Spleen Test (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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