StatPearls2026

Lisinopril: StatPearls Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt Lisinopril als einen kompetitiven Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmer (ACE-Hemmer), der seit fast drei Jahrzehnten zur Behandlung von Hypertonie und zur kardiovaskulären Entlastung eingesetzt wird.

Der Wirkstoff verhindert die Umwandlung von Angiotensin I in das stark vasokonstriktorische Angiotensin II. Dies führt zu einer verminderten Aldosteronsekretion, was die Natriumrückresorption senkt und die Kaliumausscheidung verringert.

Im Gegensatz zu anderen ACE-Hemmern zeichnet sich Lisinopril durch eine lange Halbwertszeit aus, ist hydrophil und wird nicht in der Leber metabolisiert. Die Ausscheidung erfolgt unverändert über den Urin.

Empfehlungen

Die Leitlinie formuliert folgende Kernaspekte zur Anwendung:

Indikationen

Lisinopril ist laut FDA für die Behandlung der Hypertonie, als Zusatztherapie bei Herzinsuffizienz sowie bei ST-Hebungs-Myokardinfarkt (STEMI) innerhalb von 24 Stunden zugelassen.

Zudem werden folgende Off-Label-Anwendungen beschrieben:

  • Diabetische Nephropathie

  • Proteinurie, insbesondere bei IgA-Nephropathie

  • Post-Transplantations-Erythrozytose

Therapieüberwachung

Es wird empfohlen, die Serumkaliumwerte, den Blutdruck sowie Harnstoff und Kreatinin bis zu drei Wochen nach Therapiebeginn engmaschig zu kontrollieren.

Da in seltenen Fällen ein cholestatischer Ikterus auftreten kann, wird eine Überwachung der Leberfunktion nahegelegt. Bei erhöhten Leberenzymen sollte das Medikament umgehend abgesetzt werden.

Arzneimittelinteraktionen

Die Leitlinie warnt vor verschiedenen klinisch relevanten Wechselwirkungen:

  • Diuretika: Erhöhtes Risiko für Hypotension und Hyperkaliämie (bei kaliumsparenden Diuretika)

  • Antidiabetika: Gesteigertes Hypoglykämierisiko

  • NSAR: Abschwächung der antihypertensiven Wirkung und Risiko für akutes Nierenversagen

  • Lithium: Gefahr einer reversiblen Lithiumtoxizität

  • mTOR-Inhibitoren: Erhöhtes Risiko für die Entwicklung eines Angioödems

Dosierung

Die Leitlinie gibt folgende Dosierungsempfehlungen für Erwachsene vor:

IndikationInitiale DosisErhaltungs-/MaximaldosisBesonderheiten
Hypertonie10 mg täglichBis zu 40 mg täglichBei gleichzeitiger Diuretikagabe Start mit 5 mg
Herzinsuffizienz (HFrEF)2,5 mg täglichBis zu 40 mg täglichHöhere Dosen zeigen laut SOLVD-Studie Mortalitätsvorteile
STEMI2,5 - 5 mg täglichLangsame Titration auf 40 mgGabe innerhalb der ersten 24 Stunden empfohlen
Diabetes mit Hypertonie2,5 - 10 mg täglichBis zu 40 mg täglichZiel-Proteinurie < 1 g/Tag

Für pädiatrische Patienten (ab 6 Jahren) wird eine initiale Dosis von 0,07 bis 0,1 mg/kg Körpergewicht (maximal 5 mg) empfohlen. Die Dosis kann auf maximal 0,6 mg/kg/Tag oder 40 mg/Tag gesteigert werden.

Bei Niereninsuffizienz ist eine Dosisanpassung anhand der Kreatinin-Clearance (CrCl) erforderlich:

Nierenfunktion (CrCl)Dosisanpassung
> 30 ml/minKeine Anpassung erforderlich
10 - 30 ml/minReduktion der initialen Standarddosis um 50 %
< 10 ml/min oder DialyseInitiale Dosis von 2,5 mg einmal täglich

Bei Leberinsuffizienz ist laut Leitlinie keine Dosisanpassung notwendig.

Kontraindikationen

Die Anwendung von Lisinopril ist bei folgenden Konstellationen kontraindiziert:

  • Hyperkaliämie

  • Angioödem in der Anamnese

  • Nierenversagen bei früherer Lisinopril-Einnahme

  • Bilaterale Nierenarterienstenose

  • Gleichzeitige Anwendung von Aliskiren bei Personen mit Diabetes mellitus

  • Einnahme eines Neprilysin-Inhibitors (oder innerhalb von 36 Stunden nach dessen Absetzen)

Zudem besteht eine absolute Kontraindikation (Box-Warnung) für die Anwendung in der Schwangerschaft. Lisinopril wirkt teratogen und kann zu fetaler Nierenfunktionsstörung, Oligohydramnion, Lungenhypoplasie und zum Tod des Fötus führen.

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💡Praxis-Tipp

Laut StatPearls wird empfohlen, bei der Erstgabe von Lisinopril auf eine mögliche First-Dose-Hypotension zu achten und zur Risikominimierung mit einer niedrigen Dosis zu beginnen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass ein ACE-Hemmer-induzierter Husten oft erst nach Monaten auftritt und nach dem Absetzen typischerweise innerhalb von ein bis vier Wochen abklingt.

Häufig gestellte Fragen

Bei einer Kreatinin-Clearance von 10 bis 30 ml/min wird eine Reduktion der Startdosis um 50 % empfohlen. Bei Werten unter 10 ml/min oder Dialysepflichtigkeit beträgt die initiale Dosis laut StatPearls 2,5 mg täglich.

Nein, die Leitlinie weist auf eine absolute Kontraindikation hin (Box-Warnung). Lisinopril wirkt teratogen und muss bei Feststellung einer Schwangerschaft sofort abgesetzt werden.

Die Leitlinie warnt vor der Kombination mit NSAR, da diese die antihypertensive Wirkung abschwächen und das Risiko für ein akutes Nierenversagen erhöhen können. Es wird eine regelmäßige Kontrolle der Nierenfunktion empfohlen, falls eine Kombination unumgänglich ist.

Ein Angioödem kann jederzeit während der Therapie auftreten. Laut StatPearls geschieht dies jedoch am häufigsten innerhalb der ersten drei Behandlungsmonate.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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