StatPearls2026

Lhermitte-Zeichen: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Artikel basiert auf der StatPearls-Zusammenfassung zum Lhermitte-Zeichen. Es handelt sich dabei um ein paroxysmales Schmerzsyndrom, das sich als vorübergehendes, elektrisierendes Gefühl entlang der Wirbelsäule und in den Extremitäten äußert. Ausgelöst wird dieses Phänomen typischerweise durch eine Flexion des Nackens.

Pathophysiologisch liegt dem Lhermitte-Zeichen meist eine Demyelinisierung der Hinterstränge im zervikalen Rückenmark zugrunde. Dies führt zu einer Übererregbarkeit der demyelinisierten sensorischen Neuronen. Auch mechanische Kompressionen können diesen Effekt auslösen.

Am häufigsten wird das Symptom bei Patienten mit Multipler Sklerose (MS) beobachtet. Es ist jedoch weder hochsensitiv noch spezifisch für MS und kann bei einer Vielzahl anderer neurologischer, toxischer oder systemischer Erkrankungen auftreten.

Empfehlungen

Klinische Präsentation und Auslöser

Laut Text beschreiben Betroffene das Lhermitte-Zeichen als elektrischen Schock, der vom Kopf über den Rücken bis in die Arme und Beine ausstrahlt. Der klassische Auslöser ist die Nackenflexion, bei der das Kinn in Richtung Brust bewegt wird.

Der Text weist darauf hin, dass auch andere Faktoren das Symptom provozieren können:

  • Nackenextension (als sogenanntes umgekehrtes Lhermitte-Zeichen)

  • Erschöpfung und Stress

  • Hitzeeinwirkung

  • Gähnen

Differenzialdiagnosen

Das Symptom ist nicht spezifisch für eine einzelne Erkrankung. Der Text listet vielfältige Ursachen für Läsionen des zervikalen Rückenmarks auf, die sich wie folgt kategorisieren lassen:

KategorieMögliche Ursachen laut Text
Autoimmun / EntzündlichMultiple Sklerose, Neuromyelitis optica, Transverse Myelitis, Lupus erythematodes, Morbus Behçet
Strukturell / KompressivZervikale Spondylose, Arnold-Chiari-Malformation, Syringomyelie, Tumorkompression
Toxisch / MetabolischVitamin-B12-Mangel, Lachgas-Toxizität
IatrogenStrahlenmyelopathie, Chemotherapie (Cisplatin), SSRI/SNRI-Absetzsyndrom

Diagnostik

Es wird beschrieben, dass Anamnese und körperliche Untersuchung in der Regel ausreichen, um das Lhermitte-Zeichen festzustellen. Es existieren keine spezifischen Routinelabore oder radiologischen Tests, die ausschließlich für dieses Symptom erforderlich sind.

Bei Verdacht auf demyelinisierende Erkrankungen wie Multiple Sklerose wird jedoch die Konsultation eines erfahrenen Neurologen empfohlen. Bildgebende Verfahren zeigen bei betroffenen Patienten häufig Plaques in der Halswirbelsäule.

Therapie und Management

Da das Lhermitte-Zeichen meist gutartig ist und oft spontan abklingt, ist laut Text häufig keine aktive Intervention erforderlich. Die Aufklärung und Beruhigung der Betroffenen stehen im Vordergrund.

Die Behandlung richtet sich primär nach der zugrunde liegenden Erkrankung. Bei refraktären oder rezidivierenden Schmerzen werden folgende medikamentöse Ansätze als potenziell hilfreich beschrieben:

  • Carbamazepin

  • Oxcarbazepin

  • Gabapentin

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💡Praxis-Tipp

Der Text hebt hervor, dass das Lhermitte-Zeichen nicht ausschließlich bei Multipler Sklerose auftritt, sondern auch als Absetzsyndrom von Psychopharmaka (insbesondere Paroxetin und Venlafaxin) beobachtet wird. Zudem wird ein Zusammenhang mit Vitamin-B12-Mangel beschrieben, der beispielsweise durch den Missbrauch von Lachgas entstehen kann. Es wird daher geraten, bei der Anamnese auch auf die Medikamentenhistorie und mögliche Toxine zu achten.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls handelt es sich um ein elektrisierendes Schmerzgefühl, das typischerweise bei Beugung des Nackens auftritt. Der Schmerz strahlt dabei die Wirbelsäule hinab bis in die Extremitäten aus.

Die häufigste Ursache ist die Multiple Sklerose. Der Text nennt jedoch zahlreiche weitere Auslöser, darunter zervikale Spondylose, Vitamin-B12-Mangel, Strahlenmyelopathie und Nebenwirkungen von Chemotherapien.

Die Behandlung fokussiert sich auf die zugrunde liegende Erkrankung, da das Symptom oft von selbst abklingt. Bei starken Beschwerden beschreibt der Text den Einsatz von Medikamenten gegen neuropathische Schmerzen wie Gabapentin oder Carbamazepin.

Der Text stuft das Symptom selbst als gutartig ein und beschreibt keine direkten Komplikationen. Es ist jedoch ein wichtiger klinischer Hinweis auf eine Läsion im zervikalen Rückenmark, die weiter abgeklärt werden sollte.

Ja, der Text bestätigt, dass das Symptom als Teil eines Absetzsyndroms bei SSRI und SNRI auftreten kann. Besonders Medikamente mit kurzer Halbwertszeit wie Paroxetin werden hierbei häufiger genannt.

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Quelle: StatPearls: Lhermitte Sign (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.