StatPearls2026

La Belle Indifference: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

„La belle indifference“ beschreibt das paradoxe Fehlen von psychischem Leidensdruck trotz einer schweren medizinischen Erkrankung oder entsprechender Symptome. Der Begriff wird laut der StatPearls-Zusammenfassung am häufigsten im Zusammenhang mit Konversionsstörungen (funktionelle neurologische Symptomstörung, FNSD) verwendet.

Obwohl das Phänomen im DSM-5 nicht als eigenständige Diagnose geführt wird, tritt es häufig bei FNSD auf. Die Ätiologie ist multifaktoriell und wird oft mit psychosozialen Stressoren, Traumata oder psychiatrischen Komorbiditäten wie Depressionen und posttraumatischer Belastungsstörung in Verbindung gebracht.

Funktionelle neurologische Symptomstörungen manifestieren sich typischerweise im späten Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Sie treten häufiger bei Frauen sowie bei Personen mit niedrigerem sozioökonomischen Status auf.

Empfehlungen

Die StatPearls-Publikation formuliert folgende Kernaspekte für die klinische Praxis:

Diagnostik und Differenzialdiagnostik

Es wird eine gründliche körperliche und neurologische Untersuchung empfohlen, um schwerwiegende organische Ursachen auszuschließen. Zu den zwingend auszuschließenden Erkrankungen gehören laut Text Multiple Sklerose, Schlaganfall, Guillain-Barré-Syndrom, Myopathien und Myasthenia gravis.

Zur apparativen Diagnostik wird der Einsatz von EEG und Video-EEG zum Ausschluss epileptischer Anfälle angeraten. Ein MRT ist zum Ausschluss struktureller Läsionen erforderlich, während Laboruntersuchungen entzündliche oder muskuläre Ursachen abklären sollen.

Klinische Tests bei motorischen Symptomen

Der Text beschreibt spezifische klinische Tests zur Unterscheidung zwischen organischen und nicht-organischen (funktionellen) Paresen oder Tremor-Formen:

Klinischer TestSensitivitätSpezifitätAnwendungsbereich
Hoover-Zeichen63 %100 %Paresen der unteren Extremität
Variable Kraftentfaltung63 %97 %Muskelschwäche
Inkonsistenzen bei Untersuchung13 %98 %Allgemeine Motorik
Ko-Kontraktion (z. B. Bizeps/Trizeps)17 %100 %Paresen der oberen Extremität
Tremor-Ablenkung92 %94 %Tremor
Tremor-Variabilität22 %92 %Tremor
Tremor-Entrainment91 %92 %Tremor

Therapie und Management

Es wird ein multidisziplinärer Behandlungsansatz empfohlen, der Hausärzte, Psychiater, Neurologen und Psychologen einbindet. Der Text rät zur Anwendung des 3-P-Ansatzes: Identifikation von prädisponierenden, auslösenden und aufrechterhaltenden Faktoren.

Als wirksame Behandlungsoption wird die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) hervorgehoben. Zudem wird die medikamentöse Behandlung von Komorbiditäten wie Depressionen mit Antidepressiva empfohlen, da dies auch motorische Symptome verbessern kann.

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💡Praxis-Tipp

Laut Text haben etwa 10 Prozent der Personen mit psychogenen nicht-epileptischen Anfällen (PNES) gleichzeitig echte epileptogene Anfälle. Es wird daher davor gewarnt, bei Vorliegen einer Konversionsstörung das Vorhandensein einer echten neurologischen Erkrankung vorschnell auszuschließen. Zudem wird betont, dass der Behandlungserfolg maßgeblich davon abhängt, dass der Betroffene die Diagnose der funktionellen Störung akzeptiert.

Häufig gestellte Fragen

Der Begriff beschreibt das paradoxe Fehlen von psychischem Leidensdruck bei Vorliegen einer schweren Erkrankung oder gravierender Symptome. Laut StatPearls wird dieses Phänomen meist bei funktionellen neurologischen Symptomstörungen (Konversionsstörungen) beobachtet.

Die Diagnose erfordert den sicheren Ausschluss neurologischer und internistischer Ursachen mittels MRT, EEG und Labor. Zudem wird die Anwendung spezifischer klinischer Tests wie des Hoover-Zeichens empfohlen, um funktionelle von organischen Paresen zu unterscheiden.

Es wird ein multidisziplinärer Ansatz unter Einbeziehung von kognitiver Verhaltenstherapie (CBT) empfohlen. Zusätzlich wird die konsequente Behandlung psychiatrischer Komorbiditäten wie Depressionen oder Angststörungen angeraten.

Die Prognose ist laut Text günstig, wenn die Symptome akut auftreten, von kurzer Dauer sind und ein eindeutiger Auslöser (Stressor) identifiziert werden kann. Bei Vorliegen psychiatrischer Komorbiditäten ist die Symptomdauer oft verlängert.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.