StatPearls2026

Inferiorer Myokardinfarkt: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der inferiore Myokardinfarkt entsteht meist durch einen akuten Verschluss der rechten Koronararterie (RCA) bei rechtsdominanter Versorgung. Seltener ist der Ramus circumflexus (LCx) bei linksdominanter Anatomie betroffen.

Die RCA versorgt in der Regel auch den Sinus- und AV-Knoten. Daher treten bei inferioren Infarkten häufig Bradykardien und AV-Blockierungen auf.

Die Prognose ist im Vergleich zu anterioren Infarkten mit einer Mortalität von unter 10 Prozent meist günstiger. Das Risiko für Komplikationen steigt jedoch signifikant, wenn eine rechtsventrikuläre Beteiligung vorliegt.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie formuliert folgende Kernempfehlungen für das Management des inferioren Myokardinfarkts:

Diagnostik und EKG-Kriterien

Als primäres Diagnostikum wird ein 12-Kanal-EKG empfohlen. Typisch sind ST-Strecken-Hebungen in den inferioren Ableitungen II, III und aVF sowie reziproke Senkungen in I und aVL.

Zur Differenzierung des betroffenen Gefäßes kann die Höhe der ST-Hebung herangezogen werden. Eine höhere ST-Hebung in Ableitung III im Vergleich zu II spricht für eine RCA-Beteiligung, während eine höhere Hebung in II auf den LCx hindeutet.

Bei Verdacht auf eine rechtsventrikuläre Beteiligung wird die Ableitung rechtspräkordialer EKG-Kanäle (insbesondere V4R) empfohlen.

Reperfusionstherapie

Bei Vorliegen von ST-Hebungen wird eine sofortige Koronarangiographie mit primärer perkutaner Koronarintervention (PCI) empfohlen. Die angestrebte Door-to-Balloon-Zeit liegt laut Leitlinie bei unter 90 Minuten.

Falls keine PCI verfügbar ist oder die Transportzeiten das Zeitfenster überschreiten, sollte eine Thrombolyse in Betracht gezogen werden.

Medikamentöse Begleittherapie

Die Leitlinie empfiehlt die Gabe folgender Medikamente:

  • Aspirin in einer Dosierung von 162 bis 325 mg oral

  • Intravenöses unfraktioniertes Heparin

  • Zusätzliche Thrombozytenaggregationshemmer wie Clopidogrel oder Prasugrel

Management von Komplikationen

Bei einer rechtsventrikulären Beteiligung wird eine Volumentherapie mit intravenösen Kristalloiden empfohlen, um die Vorlast zu optimieren. Bei anhaltender Hypotension kann der Einsatz von Vasopressoren erforderlich sein.

Bei einem kompletten AV-Block, der sich nach der Reperfusion nicht bessert, wird ein temporäres transvenöses Pacing empfohlen. Wenn dieses nicht verfügbar ist, können vorübergehend intravenöses Isoproterenol, Dopamin oder Epinephrin eingesetzt werden.

Dosierung

MedikamentDosierungIndikation
Aspirin162-325 mg oralAkuter inferiorer Myokardinfarkt
Unfraktioniertes HeparinintravenösAntikoagulation beim akuten Infarkt
Clopidogrel / PrasugrelindividuellZusätzliche Thrombozytenaggregationshemmung

Kontraindikationen

Bei Verdacht auf einen rechtsventrikulären Infarkt warnt die Leitlinie ausdrücklich vor der Gabe von Nitraten. Der rechte Ventrikel ist stark vorlastabhängig, sodass eine Vorlastsenkung durch Nitrate zu einer schweren Hypotension führen kann.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine kürzliche Einnahme von Phosphodiesterase-5-Hemmern eine Kontraindikation für die Verwendung von Nitroglycerin darstellt.

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💡Praxis-Tipp

Bei inferioren Myokardinfarkten sollte stets an eine mögliche rechtsventrikuläre Beteiligung gedacht werden, die bei bis zu 40 Prozent der Fälle auftritt. Es wird empfohlen, in diesen Fällen auf Nitrate zu verzichten und stattdessen die Vorlast durch intravenöse Flüssigkeitsgabe zu optimieren, um einen kardiogenen Schock zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie spricht eine ST-Hebung, die in Ableitung III höher ist als in Ableitung II, für einen Verschluss der rechten Koronararterie. Ist die ST-Hebung in Ableitung II höher als in III, ist eher der Ramus circumflexus betroffen.

Die rechte Koronararterie versorgt in den meisten Fällen den Sinus- und den AV-Knoten. Ein Verschluss in diesem Bereich führt zu einer Ischämie des Reizleitungssystems und begünstigt Bradykardien sowie AV-Blockierungen.

Wenn sich ein kompletter AV-Block nach der Reperfusion nicht bessert, wird ein temporäres transvenöses Pacing empfohlen. Alternativ können laut Leitlinie vorübergehend Medikamente wie Isoproterenol, Dopamin oder Epinephrin eingesetzt werden.

Die Leitlinie empfiehlt eine Door-to-Balloon-Zeit von unter 90 Minuten. Wird dieses Zeitfenster überschritten, sollte eine Thrombolyse erwogen werden.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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