StatPearls2026

Gracilis-Lappenplastik: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Publikation beschreibt den freien Gracilis-Gewebetransfer als eines der wichtigsten Standardverfahren in der rekonstruktiven Chirurgie. Der Gracilis-Muskel zeichnet sich durch einen verlässlichen Gefäßstiel, vielseitige Einsetzbarkeit und eine geringe Hebemorbidität aus.

Anatomisch handelt es sich um den oberflächlichsten der Adduktorenmuskeln, der am Schambein entspringt und an der medialen Tibia ansetzt. Die Blutversorgung erfolgt primär über den absteigenden Ast der Arteria circumflexa femoris medialis, was einer Typ-2-Blutversorgung nach Mathes und Nahai entspricht.

Die Innervation wird durch den vorderen Ast des Nervus obturatorius gewährleistet. Sowohl der Gefäß- als auch der Nervenstiel können mit einer Länge von etwa 7 cm entnommen werden, was den Muskel ideal für den freien Gewebetransfer macht.

Empfehlungen

Die Publikation formuliert folgende Kernaspekte für die Durchführung der Gracilis-Lappenplastik:

Indikationen

Der Text unterteilt die Indikationen in funktionelle und nicht-funktionelle Transfers. Für den funktionellen Transfer, bei dem der Muskel mit intaktem Nerv für eine dynamische Rekonstruktion entnommen wird, werden folgende Einsatzgebiete genannt:

  • Verletzungen des Plexus brachialis zur Wiederherstellung der Ellenbogenbeugung

  • Volkmann-Kontraktur zur Wiederherstellung der Handgelenksbeugung

  • Fazialisparese zur Gesichtsreanimation

  • Fingerstreckung oder -beugung nach Tumorresektion

Nicht-funktionelle Transfers werden laut Text hauptsächlich zur Weichteildeckung nach Traumata der unteren Extremität eingesetzt. Zudem wird die TUG-Lappenplastik als Zweitlinienoption für die mikrochirurgische Brustrekonstruktion beschrieben.

Präoperative Vorbereitung

Es wird eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung zur Optimierung von Begleiterkrankungen empfohlen. Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer engen Absprache mit der Anästhesie.

Dabei sollte auf den Einsatz von Vasopressoren und vasoaktiven Medikamenten während des Eingriffs verzichtet werden. Zudem müssen Antikoagulanzien im Operationssaal verfügbar sein.

Operationstechnik

Für die Entnahme wird eine Abduktion und Außenrotation des Beines beschrieben. Der dominante Gefäßstiel findet sich konstant etwa 10 cm unterhalb des Tuberculum pubicum zwischen dem Musculus adductor longus und magnus.

Nach der Entnahme wird der Lappen gemäß den Vorgaben mit heparinisiertem Kochsalz gespült. Für die mikrochirurgische Anastomose werden häufig handgenähte Arterien und venöse Coupler verwendet.

Postoperatives Monitoring

Die Leitlinie hebt die Bedeutung von geschultem Personal auf der Intensivstation hervor. Zur Überwachung der Lappenplastik können interne Doppler-Geräte, transkutane SpO2-Monitore oder Doppler-Sonden eingesetzt werden.

Kontraindikationen

Laut StatPearls gibt es keine absoluten Kontraindikationen für den freien Gewebetransfer.

Alter, ein ASA-Score von III, Rauchen und Adipositas werden als Risikofaktoren für Komplikationen wie ein Lappenversagen genannt. Ein einzelner Risikofaktor stellt jedoch keine absolute Kontraindikation dar.

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💡Praxis-Tipp

Die Publikation warnt davor, während des Eingriffs Vasopressoren oder vasoaktive Medikamente einzusetzen, weshalb eine proaktive Absprache mit der Anästhesie essenziell ist. Zudem wird betont, dass ein höheres Alter (über 70 Jahre) sowie ein hoher ASA-Score signifikant mit einer Zunahme von schweren Lappenkomplikationen korrelieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls befindet sich der dominante Gefäßstiel konstant etwa 10 cm unterhalb des Tuberculum pubicum. Er verläuft in der Tiefe zwischen dem Musculus adductor longus und dem Musculus adductor magnus.

Für eine funktionelle, dynamische Rekonstruktion wird der vordere Ast des Nervus obturatorius präpariert. Dieser kann laut Text mit einer Länge von etwa 7 cm entnommen werden.

Die Publikation gibt an, dass das Alter keine absolute Kontraindikation darstellt. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass bei Patienten über 70 Jahren die Rate an allgemeinen und schweren Komplikationen steigt.

Es wird empfohlen, topische und intraluminale Medikamente direkt auf dem Instrumententisch bereitzuhalten. Dazu zählen laut Text Papaverin, heparinisierte Kochsalzlösung und tPA (Tissue Plasminogen Activator).

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Quelle: StatPearls: Gracilis Tissue Transfer (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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