StatPearls2026

Glasgow Coma Scale (GCS): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Glasgow Coma Scale (GCS) wurde 1974 an der Universität Glasgow entwickelt und dient der objektiven Beurteilung von Bewusstseinsstörungen. Laut der StatPearls-Zusammenfassung wird sie weltweit bei Patienten mit akuten Hirnverletzungen oder anderen medizinischen Notfällen eingesetzt.

Die Skala bewertet drei Aspekte der Reaktionsfähigkeit: Augenöffnung, verbale Reaktion und motorische Reaktion. Die getrennte Dokumentation dieser Komponenten ermöglicht ein präzises Bild des neurologischen Status.

Zusätzlich kann ein Gesamtscore gebildet werden, der die Schwere der Bewusstseinsstörung zusammenfasst. Die GCS ist heute fester Bestandteil zahlreicher klinischer Leitlinien und Trauma-Protokolle weltweit.

Empfehlungen

Der Text beschreibt die systematische Erhebung der GCS anhand von drei Parametern.

GCS-Scoring-System

Die Bewertung erfolgt durch die Addition der besten Reaktionen in den drei Kategorien. Nicht testbare Komponenten werden als "NT" (not testable) dokumentiert.

ParameterReaktionPunkte
Augenöffnung (E)Spontan4
Augenöffnung (E)Auf Ansprache3
Augenöffnung (E)Auf Schmerzreiz2
Augenöffnung (E)Keine Reaktion1
Verbale Reaktion (V)Orientiert5
Verbale Reaktion (V)Verwirrt4
Verbale Reaktion (V)Inadäquate Worte3
Verbale Reaktion (V)Unverständliche Laute2
Verbale Reaktion (V)Keine Reaktion1
Motorische Reaktion (M)Befolgt Aufforderungen6
Motorische Reaktion (M)Gezielte Schmerzabwehr (Lokalisation)5
Motorische Reaktion (M)Normale Beugeabwehr (Rückzug)4
Motorische Reaktion (M)Abnorme Beugesynergie3
Motorische Reaktion (M)Abnorme Strecksynergie2
Motorische Reaktion (M)Keine Reaktion1

Schmerzreize und motorische Prüfung

Laut Text wird empfohlen, Schmerzreize standardisiert anzuwenden. Zunächst wird ein Druck auf das Nagelbett ausgeübt.

Bleibt eine Reaktion aus, wird ein fester Druck auf den Musculus trapezius oder die Incisura supraorbitalis angewendet. Eine gezielte Schmerzabwehr (M5) liegt vor, wenn die Hand bei einem supraorbitalen Reiz das Kinn überquert oder bei einem Nagelbettreiz die Körpermitte kreuzt.

Schweregrad des Schädel-Hirn-Traumas

Basierend auf dem GCS-Gesamtwert wird die Schwere eines akuten Schädel-Hirn-Traumas wie folgt klassifiziert:

  • Leicht: GCS 13 bis 15

  • Mittelschwer: GCS 9 bis 12

  • Schwer: GCS 3 bis 8

Erweiterung durch den GCS-P Score

Der Text beschreibt den GCS-P Score, der die Pupillenreaktion in die Bewertung integriert. Hierbei wird der Pupillenreaktivitäts-Score (PRS) vom GCS-Gesamtwert subtrahiert.

Der PRS wird wie folgt berechnet:

  • Beide Pupillen lichtstarr: 2 Punkte

  • Eine Pupille lichtstarr: 1 Punkt

  • Beide Pupillen reagieren: 0 Punkte

Pädiatrische Anwendung

Bei Kindern über 5 Jahren kann die reguläre GCS angewendet werden. Für jüngere, präverbale Kinder existieren modifizierte pädiatrische Skalen, die altersgerechte Reaktionen berücksichtigen.

Kontraindikationen

Der Text warnt vor verschiedenen Faktoren, die die GCS-Erhebung verfälschen können. Dazu gehören:

  • Sprachbarrieren, Hörverlust oder neurologische Defizite

  • Physische Barrieren wie Intubation (hier wird ein "T" an den Score angehängt)

  • Pharmakologische Einflüsse durch Sedierung oder Muskelrelaxation

  • Lokale Verletzungen wie Orbitafrakturen oder Rückenmarksschäden

Zudem wird betont, dass Intoxikationen, insbesondere durch Benzodiazepine oder Mischkonsum, zu einem künstlich erniedrigten Score führen können. Ein GCS-Gesamtwert darf nicht berechnet werden, wenn einzelne Komponenten nicht testbar sind.

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💡Praxis-Tipp

Der Text weist darauf hin, dass ein identischer GCS-Gesamtwert völlig unterschiedliche klinische Zustände widerspiegeln kann. So kann ein Score von 8 sowohl einen vegetativen Zustand als auch einen posttraumatischen Verwirrtheitszustand bedeuten. Es wird daher dringend empfohlen, die Einzelwerte für Augenöffnung, verbale und motorische Reaktion immer separat zu dokumentieren und zu kommunizieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text wird bei intubierten Patienten die verbale Reaktion als nicht testbar eingestuft. Der Score wird nur aus Augenöffnung und motorischer Reaktion gebildet und mit dem Suffix "T" (für Tubus/Intubation) versehen. Ein Gesamtwert sollte in diesem Fall nicht angegeben werden.

Die normale Beugeabwehr (M4) ist eine schnelle Rückzugsbewegung, bei der die Hand die Körpermitte nicht kreuzt. Die abnorme Beugesynergie (M3) wird im Text als langsamere, stereotype Bewegung beschrieben, die oft mit einer Adduktion des Arms und einer Innenrotation einhergeht.

Die Leitlinie klassifiziert ein akutes Schädel-Hirn-Trauma bei einem GCS-Wert von 3 bis 8 als schwer. Bei Werten von 9 bis 12 gilt es als mittelschwer, bei 13 bis 15 als leicht.

Der GCS-P Score kombiniert den GCS mit der Pupillenreaktion. Dabei wird vom GCS-Gesamtwert ein Punkt abgezogen, wenn eine Pupille lichtstarr ist, und zwei Punkte, wenn beide Pupillen nicht auf Licht reagieren.

Bei Kindern unter 5 Jahren ist die Standard-GCS aufgrund der fehlenden verbalen Fähigkeiten oft nicht anwendbar. Der Text verweist hier auf modifizierte pädiatrische Skalen, die das altersentsprechende Verhalten und Weinen bewerten.

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Quelle: StatPearls: Glasgow Coma Scale (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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