StatPearls2026

Gallensteine (Cholelithiasis): StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie bietet eine umfassende Übersicht zur Entstehung, Diagnostik und Behandlung von Gallensteinen (Cholelithiasis). Gallensteine sind kristallisierte Ablagerungen in der Gallenblase oder den Gallenwegen, die primär aus Cholesterin, Bilirubin und Galle bestehen.

In westlichen Ländern machen Cholesterinsteine etwa 75 Prozent der Fälle aus. Sie sind häufig mit metabolischen Störungen wie Adipositas, Diabetes mellitus, Insulinresistenz und einer ballaststoffarmen Ernährung assoziiert.

Die meisten Betroffenen bleiben asymptomatisch und die Steine werden oft als Zufallsbefund entdeckt. Wenn Gallensteine jedoch die Gallenwege blockieren, kann dies zu schweren Komplikationen wie Gallenkoliken, akuter Cholezystitis, Cholangitis oder Pankreatitis führen.

Empfehlungen

Steintypen und Klassifikation

Die Leitlinie klassifiziert Gallensteine basierend auf ihrer Zusammensetzung und Entstehung. Es werden drei Haupttypen unterschieden:

SteintypHauptbestandteilAssoziierte Risikofaktoren und Ursachen
CholesterinsteineCholesterinAdipositas, Diabetes, Dyslipidämie, westliche Ernährung
Schwarze PigmentsteineKalziumbilirubinatHämolyse, entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn)
Braune PigmentsteineKalziumsubstrate, Cholesterin, GalleBakterielle oder parasitäre Infektionen, Gallengangsstrikturen

Diagnostik

Laut Leitlinie ist der Ultraschall des rechten Oberbauchs die bevorzugte diagnostische Methode. Er weist eine Spezifität von 90 Prozent auf und kann Steine ab einer Größe von 2 Millimetern erkennen.

Bei Verdacht auf eine akute Cholezystitis nennt die Leitlinie spezifische Ultraschallzeichen. Dazu gehören:

  • Eine Verdickung der Gallenblasenwand auf über 3 Millimeter

  • Pericholezystische Flüssigkeit

  • Ein positives sonografisches Murphy-Zeichen

Zur Beurteilung von Steinen im Ductus choledochus wird eine Magnetresonanz-Cholangiopankreatikografie (MRCP) oder eine endoskopische retrograde Cholangiopankreatikografie (ERCP) empfohlen. Die ERCP bietet den Vorteil, dass sie Diagnostik und Therapie in einem Schritt kombinieren kann.

Therapie

Die Leitlinie betont, dass asymptomatische Gallensteine in der Regel keine Intervention erfordern. Bei unkomplizierten Gallenkoliken wird zunächst eine konservative Behandlung mit fettreicher Diät-Restriktion, Antiemetika und Schmerzmitteln beschrieben.

Als Standardtherapie für symptomatische Gallensteine und rezidivierende Koliken wird die laparoskopische Cholezystektomie empfohlen. Bei akuter Cholezystitis oder impaktierten Steinen ist eine zeitnahe chirurgische Intervention und stationäre Aufnahme indiziert.

Für instabile Personen oder solche mit hohem Operationsrisiko beschreibt die Leitlinie als palliative oder überbrückende Maßnahme die Anlage einer Cholezystostomie-Sonde durch die interventionelle Radiologie.

Bei Steinen im Gallengang (Choledocholithiasis) beschreibt die Leitlinie folgende Vorgehensweisen:

  • Prä-, intra- oder postoperative ERCP zur Steinextraktion

  • Laparoskopische oder offene chirurgische Gallengangsexploration

  • Bei aufsteigender Cholangitis eine dringliche Dekompression und frühe Antibiotikagabe

Medikamentöse und mechanische Verfahren

Pharmakologische Therapien wie Ursodeoxycholsäure werden aufgrund einer geringen Erfolgsquote von unter 50 Prozent nicht routinemäßig eingesetzt. Zudem beheben sie nicht die zugrunde liegende Ursache der Steinbildung.

Die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) hat laut Leitlinie nur eine begrenzte Rolle als Teil eines multimodalen Ansatzes bei schwierigen Gallengangssteinen. Die Wirksamkeit wird als relativ gering eingestuft.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt spezifische Kontraindikationen für die extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL). Dieses Verfahren ist bei Vorliegen eines Pfortaderthrombus sowie bei Umbilikalvarizen kontraindiziert.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass die ESWL Komplikationen wie Arrhythmien, Hämobilie, Cholangitis, Pankreatitis und einen Ileus auslösen kann.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, asymptomatische Gallensteine, die als Zufallsbefund in der Bildgebung entdeckt werden, routinemäßig chirurgisch zu behandeln. Gleichzeitig wird betont, dass bei rezidivierenden Gallenkoliken eine frühzeitige elektive Cholezystektomie erfolgen sollte. Ein langes Abwarten erhöht in diesen Fällen das Risiko für schwere Komplikationen wie Cholangitis oder Pankreatitis erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls-Leitlinie ist die laparoskopische Cholezystektomie der Standard bei symptomatischen Gallensteinen, rezidivierenden Koliken oder akuter Cholezystitis. Asymptomatische Steine erfordern in der Regel keine Operation.

Es wird primär eine Ultraschalluntersuchung des rechten Oberbauchs empfohlen, da diese eine Spezifität von 90 Prozent aufweist. Für die Darstellung von Gallengangssteinen wird auf die MRCP oder ERCP verwiesen.

Die Leitlinie beschreibt den Einsatz von Ursodeoxycholsäure zur Steinauflösung, weist jedoch auf eine geringe Erfolgsquote von unter 50 Prozent hin. Daher wird diese medikamentöse Therapie nicht als Standardbehandlung angesehen.

Eine Gallenkolik äußert sich laut Leitlinie durch krampfartige Schmerzen im rechten Oberbauch oder Epigastrium, die oft nach fettreichen Mahlzeiten auftreten. Die Schmerzen können in den Rücken oder das Schulterblatt ausstrahlen und mit Übelkeit einhergehen.

Für Steine im Ductus choledochus wird primär eine endoskopische retrograde Cholangiopankreatikografie (ERCP) zur Entfernung empfohlen. Alternativ kann eine chirurgische Gallengangsexploration während der Cholezystektomie erfolgen.

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Quelle: StatPearls: Gallstones (Cholelithiasis) (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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