StatPearls2026

Periphere Neuropathie: StatPearls Leitlinie zur EDX

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie behandelt die elektrodiagnostische Untersuchung (EDX) zur Abklärung peripherer Neuropathien. Die EDX umfasst die Elektroneurografie (NLG) und die Elektromyografie (EMG).

Periphere Neuropathien können erworben (zum Beispiel durch Diabetes mellitus, Alkoholabusus, HIV) oder hereditär (zum Beispiel Charcot-Marie-Tooth-Erkrankung) bedingt sein. Die EDX hilft dabei, die Ätiologie, den Schweregrad und die Prognose der Erkrankung zu bestimmen.

Es wird betont, dass die EDX nur Typ-I-Fasern testen kann. Bei Verdacht auf eine Small-Fiber-Neuropathie ist die Untersuchung oft unauffällig, sodass hier Hautbiopsien oder autonome Reflextests zur Diagnosesicherung erforderlich sind.

Empfehlungen

Indikation und Vorbereitung

Laut Leitlinie ist die EDX indiziert, wenn Symptome wie Schmerzen, Schwäche oder Parästhesien in mehr als einer Extremität auftreten und nicht durch eine fokale Mononeuropathie erklärbar sind.

Eine korrekte Hauttemperatur ist für die Untersuchung essenziell. Es wird darauf hingewiesen, dass kalte Extremitäten zu falsch-pathologischen Befunden wie einer verlängerten Latenz oder einer verringerten Leitungsgeschwindigkeit führen können.

Untersuchungsablauf

Die Leitlinie empfiehlt, die Untersuchung individuell an das klinische Bild anzupassen und nicht nach einem starren Schema vorzugehen.

Folgende Prinzipien werden für die Durchführung genannt:

  • Testung von distal nach proximal, um die längeren, meist zuerst betroffenen Nerven zu beurteilen

  • Untersuchung von mindestens einer oberen und einer unteren Extremität (in der Praxis meist drei Extremitäten)

  • Seitenvergleich zur Beurteilung der Symmetrie

Befundmuster und Klassifikation

Die EDX ermöglicht die Unterscheidung zwischen demyelinisierenden und axonalen Schädigungen. Zudem kann ein diffuses von einem multifokalen Verteilungsmuster abgegrenzt werden.

SchädigungstypNLG-BefundeEMG-BefundeTypische Ursachen
DemyelinisierendVerlängerte distale Latenz, verlangsamte Leitungsgeschwindigkeit, LeitungsblockKeine DenervierungszeichenCharcot-Marie-Tooth, Guillain-Barré-Syndrom
AxonalReduzierte Amplitude, nahezu normale Latenz und LeitungsgeschwindigkeitPositive scharfe Wellen, FibrillationenAlkoholtoxisch, Vaskulitis, Porphyrie

Kontraindikationen

Es gibt nur wenige absolute Kontraindikationen für die EDX.

Bei Personen mit implantierten Herzschrittmachern oder Defibrillatoren wird empfohlen, eine direkte elektrische Stimulation über oder in der Nähe des Geräts zu vermeiden. Untersuchungen bei liegenden externen Herzschrittmachern oder zentralen Venenkathetern sollten laut Leitlinie unterlassen werden.

Nadel-EMGs sollten bei schweren Blutungsstörungen oder aktiven Weichteilinfektionen im Einstichbereich vermieden werden. Eine therapeutische Antikoagulation stellt keine absolute Kontraindikation dar, erfordert jedoch eine sorgfältige Überwachung.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fallstrick bei der Elektroneurografie ist eine zu kühle Hauttemperatur der Extremitäten. Laut Leitlinie kann eine lokale Auskühlung eine verlangsamte Leitungsgeschwindigkeit und eine künstlich erhöhte Amplitude vortäuschen. Es wird empfohlen, die Extremitäten vor der Messung bei Bedarf mit Wärmepackungen aufzuwärmen, um Fehldiagnosen zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Nein, die elektrodiagnostische Untersuchung erfasst laut Leitlinie nur dicke, myelinisierte Typ-I-Fasern. Bei Verdacht auf eine Small-Fiber-Neuropathie wird eine Hautbiopsie oder eine autonome Reflextestung empfohlen.

Ja, die Einnahme von Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern erfordert laut Leitlinie kein routinemäßiges Pausieren. Es wird jedoch zu besonderer Vorsicht bei sehr niedrigen Thrombozytenzahlen oder einem stark erhöhten INR-Wert geraten.

Eine demyelinisierende Schädigung zeigt sich primär durch eine verlangsamte Leitungsgeschwindigkeit und verlängerte Latenzen. Eine axonale Schädigung zeichnet sich hingegen durch reduzierte Amplituden bei nahezu normaler Leitungsgeschwindigkeit aus.

Die Leitlinie empfiehlt die Untersuchung von mindestens einer oberen und einer unteren Extremität. In der klinischen Praxis werden meist drei Extremitäten getestet, um Symmetrie und Verteilungsmuster zu beurteilen.

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Quelle: StatPearls: Electrodiagnostic Evaluation of Peripheral Neuropathy (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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