StatPearls2026

Kardiale Stress-Bildgebung: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die StatPearls-Leitlinie zur kardialen Stress-Bildgebung beschreibt nicht-invasive Verfahren zur Beurteilung von koronarer Herzkrankheit (KHK), myokardialer Vitalität und Belastungskapazität. Eine KHK wird angiografisch durch eine Stenose von mindestens 50 bis 70 Prozent definiert.

Die Stresstests dienen nicht der direkten anatomischen Darstellung, sondern dem Nachweis funktioneller Ischämien. Sie werden vor allem bei Personen mit mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit für eine KHK eingesetzt, da hier das Ergebnis die höchste diagnostische Aussagekraft besitzt.

Brustschmerzen werden klinisch in typische Angina, atypische Angina und nicht-kardiale Schmerzen unterteilt. Diese Einteilung bildet zusammen mit Alter, Geschlecht und Begleiterkrankungen die Basis für die Risikostratifizierung vor der Testung.

Empfehlungen

Indikationen

Laut Leitlinie wird ein Belastungs-EKG (Exercise Treadmill Test, ETT) als Erstlinienuntersuchung für Personen mit mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit empfohlen. Voraussetzung hierfür ist, dass das Ruhe-EKG interpretierbar ist und eine körperliche Belastung möglich ist.

Bei Frauen kommt es beim ETT häufiger zu falsch-positiven und falsch-negativen Ergebnissen, weshalb bei dieser Gruppe ein direkter Übergang zur Bildgebung erwogen wird.

Eine Stress-Bildgebung wird in folgenden Fällen empfohlen:

  • Nicht interpretierbares Ruhe-EKG (z. B. Linksschenkelblock, Schrittmacher, Präexzitation)

  • Unfähigkeit zur körperlichen Belastung

  • Hoher klinischer Verdacht trotz negativem Belastungs-EKG

Wahl der Modalität

Körperliche Belastung wird gegenüber einer pharmakologischen Belastung bevorzugt, da sie zusätzliche prognostische Informationen liefert. Bei Schwangeren wird eine Belastungs-Echokardiografie empfohlen, um Strahlenexposition und pharmakologische Wirkstoffe zu vermeiden.

Die Leitlinie vergleicht die Eigenschaften der bildgebenden Verfahren:

ModalitätSensitivitätSpezifitätVorteileNachteile
Stress-Echokardiografie88 %83 %Keine Strahlung, strukturelle InfosZeitkritisch, untersucherabhängig
Nukleare Bildgebung (MPI)86 %74 %Gut bei LinksschenkelblockStrahlenexposition, Gewebe-Artefakte

Interpretation und Risikostratifizierung

Die Leitlinie nutzt den Duke Treadmill Score (DTS) zur prognostischen Bewertung des Belastungs-EKGs. Der Score berechnet sich aus der Belastungszeit, der ST-Strecken-Abweichung und der aufgetretenen Angina.

Score-WertRisikoklasse1-Jahres-Mortalität
>= 5Geringes Risiko0,25 %
-10 bis +4Mittleres Risiko1,25 %
<= -11Hohes Risiko5,25 %

Bei einem positiven Stresstest wird eine weitere Evaluation empfohlen. Personen mit hohem Post-Test-Risiko sollten laut Leitlinie einer Koronarangiografie zugeführt werden.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende absolute Kontraindikationen für eine kardiale Stress-Bildgebung:

  • Akuter Myokardinfarkt (MI) oder MI innerhalb der letzten 2 Tage

  • Endokarditis, Perikarditis oder Aortendissektion

  • Akut dekompensierte Herzinsuffizienz

  • Symptomatische, schwere Aortenklappenstenose

  • Arrhythmien mit hämodynamischer Instabilität

  • Anhaltende, symptomatische instabile Angina pectoris

Spezifische Kontraindikationen für die pharmakologische Belastung mit Dobutamin umfassen eine hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie (HOCM) und eine Glaukom-Anamnese.

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💡Praxis-Tipp

Bei Personen mit Linksschenkelblock oder rechtsventrikulärer Stimulation wird eine nukleare Myokardperfusionsbildgebung (MPI) mit Vasodilatatoren empfohlen. Eine körperliche Belastung führt bei diesen Personen zu einer physiologischen septalen Hypoperfusion, was häufig falsch-positive Ergebnisse verursacht.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie reicht ein Belastungs-EKG nicht aus, wenn das Ruhe-EKG nicht interpretierbar ist, beispielsweise bei einem Linksschenkelblock oder einer Schrittmacherstimulation. In diesen Fällen wird eine primäre Stress-Bildgebung empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt bei schwangeren Patientinnen eine Belastungs-Echokardiografie. Dadurch werden unnötige Strahlenexpositionen und pharmakologische Belastungen vermieden.

Die maximale Herzfrequenz wird berechnet, indem das Lebensalter der Person von 220 abgezogen wird. Das Ziel des Stresstests ist das Erreichen von 85 Prozent dieses Wertes.

Für die Stress-Echokardiografie wird häufig der Beta-Agonist Dobutamin eingesetzt. Bei der nuklearen Myokardperfusionsbildgebung (MPI) kommt laut Leitlinie meist der Vasodilatator Regadenoson zur Anwendung.

Ein Perfusionsdefizit, das sowohl in Ruhe als auch unter Belastung auftritt, wird als fixes Defizit bezeichnet. Es deutet auf Narbengewebe hin, das wahrscheinlich durch einen früheren Myokardinfarkt entstanden ist.

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Quelle: StatPearls: Cardiac Stress Imaging (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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