StatPearls2026

Musculus digastricus Anatomie & Klinik: StatPearls

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der StatPearls-Artikel beschreibt die Anatomie und klinische Relevanz des Musculus digastricus. Dieser paarige Halsmuskel besteht aus einem vorderen (Venter anterior) und einem hinteren Bauch (Venter posterior), die durch eine Zwischensehne verbunden sind.

Der Muskel spielt eine zentrale Rolle bei der Stabilisierung des Zungenbeins während des Schluckakts. Zudem ist er an der Kieferöffnung, dem Kauen und der Sprachbildung beteiligt.

Aufgrund seiner komplexen embryologischen Entwicklung aus dem ersten und zweiten Kiemenbogen weisen beide Muskelbäuche eine unterschiedliche Innervation und Blutversorgung auf. Anatomische Varianten sind besonders beim vorderen Bauch häufig.

Empfehlungen

Der Text formuliert folgende klinische und chirurgische Kernaussagen:

Anatomische Eigenschaften im Vergleich

Die beiden Muskelbäuche unterscheiden sich grundlegend in ihrer Herkunft und Versorgung. Die Übersicht stellt folgende Unterschiede dar:

EigenschaftVenter anterior (vorderer Bauch)Venter posterior (hinterer Bauch)
Embryologischer Ursprung1. Kiemenbogen (Mandibularbogen)2. Kiemenbogen (Hyoidbogen)
InnervationNervus mylohyoideus (aus N. trigeminus)Nervus facialis
BlutversorgungArteria submentalisArteria auricularis posterior, Rr. occipitales
Anatomische VariantenSehr häufig (bis zu 65,8 %)Selten

Chirurgische Bedeutung

Der Musculus digastricus dient als wichtiger anatomischer Orientierungspunkt bei Halsdissektionen. Der hintere Bauch hilft bei der Identifikation des Nervus accessorius, des Nervus hypoglossus, der Vena jugularis interna und der Arteriae carotides.

Zudem wird der Muskel in der rekonstruktiven Chirurgie für verschiedene Zwecke genutzt:

  • Der vordere Bauch ist oft Teil von Submentallappen bei Gesichtsrekonstruktionen.

  • Die Zwischensehne kann an der Zunge fixiert werden, um nach Resektionen des vorderen Unterkieferbogens einen Stridor zu vermeiden.

  • Der Muskel kann als Lappenplastik zur Wiederherstellung eines symmetrischen Lächelns bei Läsionen des Ramus marginalis mandibularis eingesetzt werden.

Klinische Syndrome und Pathologien

Laut StatPearls ist die Kenntnis anatomischer Varianten entscheidend, da diese fälschlicherweise als Raumforderungen am Hals interpretiert werden können.

Folgende klinische Zusammenhänge werden hervorgehoben:

  • Dysphagie: Nach einer Strahlentherapie kann es zu Atrophie oder Fibrose des Muskels kommen. Gezielte Übungen der suprahyoidalen Muskulatur werden bei Dysphagie als hilfreich erachtet.

  • Eagle-Syndrom: Eine Verkalkung des Muskels oder des Ligamentum stylohyoideum kann zu Ohren-, Schlund- und Halsschmerzen führen.

  • Bruxismus: Der Muskel kann eine Schmerzquelle beim Zähneknirschen sein, was durch myofunktionelle Therapie gelindert werden kann.

  • Referred Pain: Triggerpunkte im Musculus digastricus können ausstrahlende Schmerzen in den Zähnen verursachen.

  • Citelli-Abszess: Der hintere Muskelbauch ist ein möglicher Ort für diese seltene Komplikation einer Otitis media.

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💡Praxis-Tipp

Es wird darauf hingewiesen, dass anatomische Varianten des vorderen Musculus digastricus in bis zu 65,8 % der Bevölkerung auftreten. Diese Normvarianten können in der klinischen Untersuchung oder Bildgebung leicht mit pathologischen Halsraumforderungen verwechselt werden. Eine genaue Kenntnis dieser Variabilität wird für die chirurgische Planung als unerlässlich beschrieben.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls wird der vordere Bauch durch den Nervus mylohyoideus, einen Ast des Nervus trigeminus, innerviert. Der hintere Bauch wird hingegen vom Nervus facialis versorgt.

Postradiogene Veränderungen können zu einer Atrophie oder Fibrose des Musculus digastricus führen, was eine Dysphagie begünstigt. Es wird beschrieben, dass gezielte Schluckübungen der suprahyoidalen Muskulatur in diesen Fällen helfen können.

Der hintere Bauch dient als wichtiger Orientierungspunkt zum Auffinden großer Gefäße und Nerven, wie der Vena jugularis interna oder dem Nervus hypoglossus. Zudem wird der Muskel häufig für Lappenplastiken in der rekonstruktiven Gesichtschirurgie verwendet.

Der Text führt an, dass Triggerpunkte im Musculus digastricus ausstrahlende Schmerzen (Referred Pain) in den Zähnen verursachen können. Auch bei Bruxismus ist der Muskel oft eine primäre Schmerzquelle.

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Quelle: StatPearls: Anatomy, Head and Neck, Digastric Muscle (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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