Anatomie des Musculus sternohyoideus: StatPearls
Hintergrund
Der Musculus sternohyoideus gehört zur Gruppe der infrahyoidalen Muskulatur im vorderen Halsbereich. Die StatPearls-Übersicht beschreibt die anatomischen und klinischen Eigenschaften dieses paarig angelegten, flachen Muskels.
Embryologisch entwickelt sich das Muskelgewebe aus dem mesenchymalen Gewebe des mesodermalen Keimblatts. Der Prozess der Myogenese wird dabei durch den Fibroblasten-Wachstumsfaktor (FGF) induziert.
Zusammen mit den anderen infrahyoidalen Muskeln bildet der M. sternohyoideus eine muskuläre Barriere. Diese schützt tieferliegende Strukturen wie die Trachea, den Ösophagus, die Blutgefäße und die Schilddrüse.
Empfehlungen
Die StatPearls-Übersicht fasst folgende Kernaspekte zum Musculus sternohyoideus zusammen:
Anatomie und Funktion
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Der Muskel entspringt am medialen Rand der Clavicula, dem Ligamentum sternoclaviculare und der posterioren Seite des Manubrium sterni.
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Er setzt am Körper des Zungenbeins (Os hyoideum) an.
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Die Hauptfunktion ist die Senkung des Zungenbeins während der Kieferöffnung beim Sprechen, Kauen und Schlucken.
Gefäß- und Nervenversorgung
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Die arterielle Blutversorgung erfolgt über die Arteria thyroidea superior, einen Ast der Arteria carotis externa.
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Die motorische Innervation wird durch die Ansa cervicalis (Nervenwurzeln C1-C3) gewährleistet.
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Der Lymphabfluss erfolgt seitengetrennt über die supraklavikulären und zervikalen Lymphknoten in den Ductus lymphaticus dexter (rechts) beziehungsweise den Ductus thoracicus (links).
Chirurgische und klinische Bedeutung
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Bei Eingriffen wie Thyreoidektomien, Tracheostomien oder Laryngektomien muss der Muskel laut Text retrahiert oder präpariert werden.
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Der Muskel kann als Muskellappen (Flap) für rekonstruktive Operationen verwendet werden, was postoperative Ergebnisse verbessern kann.
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Aufgrund der anatomischen Nähe zur Schilddrüse stellt der Muskel eine mögliche Metastasierungsroute für Schilddrüsenkarzinome dar.
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Eine seltene Pathologie ist das Sternohyoid-Syndrom, welches sich als laterale Halsmasse präsentiert, die beim Schlucken verschwindet.
Physiologische Varianten
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Der Text beschreibt, dass der Muskel in Größe, Länge und Dicke individuell variieren kann.
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In einigen Fällen ist er unpaarig angelegt, entspringt der Sehne des M. omohyoideus oder fehlt vollständig.
💡Praxis-Tipp
Bei unklaren lateralen Halsschwellungen, die während des Schluckaktes verschwinden, wird auf das seltene Sternohyoid-Syndrom hingewiesen. Zudem wird betont, dass der Muskel aufgrund seiner direkten Nähe zur Schilddrüse bei Schilddrüsenkarzinomen auf mögliche Knotenbildungen und Metastasen untersucht werden sollte.
Häufig gestellte Fragen
Der Muskel senkt das Zungenbein ab. Dies ist laut StatPearls-Übersicht ein essenzieller Vorgang bei der Kieferöffnung für das Sprechen, Kauen und Schlucken.
Die motorische Innervation erfolgt durch die Ansa cervicalis. Diese wird aus den zervikalen Nervenwurzeln C1 bis C3 gebildet.
Die arterielle Versorgung wird durch die Arteria thyroidea superior sichergestellt. Diese ist ein direkter Ast der Arteria carotis externa.
Der Musculus sternohyoideus kann als Muskellappen (Flap) für Rekonstruktionen verwendet werden. Dies wird beispielsweise bei Tracheostomien und Laryngektomien zur Verbesserung der postoperativen Ergebnisse eingesetzt.
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Quelle: StatPearls: Anatomy, Head and Neck, Sternohyoid Muscle (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.